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Moonparticle

Hurricane Esmeralda

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; New Artrock; Progmetal; RetroProg; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Adam Holzmann Keyboards
Craig Blundell Drums and add. Drum Programming
Theo Travis Flute, Saxophone und Flutescapes
Grog Lisee Vocals and add.Vocal arrangements on 1,4,7
Niko Tsonev Guitars,Bass and everything else

Gastmusiker

Samy Bashai Strings and Strings arrangements on 3

Tracklist

Disc 1
1. Hurricane Esmeralda 3.20
2. Helium I 2.16
3. Helium II 1.24
4. Winter Mountain 5.20
5. White Light 5.00
6. Michelangelo Don't Stop 6.51
7. The Strength of A Thousand Year Rose 4.23
8. Reverend Mum 4.06
9. Leon's Experiment 7.16
Gesamtlaufzeit39:56


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Gitarrist, Songschreiber und Produzent Niko Tsonev ist schon seit einigen Jahren im „Musikgeschäft“ tätig. Bis 2017 war er vor allem als Gastmusiker (unter anderem für Steven Wilson) und als ein sporadisch seine Werke veröffentlichender Solokünstler aktiv. Im Januar 2017 begann Tsonev mit den Aufnahmen für sein neues Projekt, das er Moonparticle nannte. Im Gegensatz zu seinen bisherigen nur von ihm eingespielten Soloalben sollte Moonparticle ein Projekt unter Beteiligung von bestmöglichen, natürlich vom Projektchef Tsonev ausgesuchten Gastmusikern und Gastmusikerinnen werden.

So ein richtiges Bandgefühl kann bei den Beteiligten trotzdem nicht aufgekommen sein, denn sie alle durften ihre Beiträge zum Album per Internet schicken.

Unter den erstklassigen Gästen sind der Keyboarder Adam Holzmann (der unter anderem zusammen mit Miles Davis und Wayne Shorter spielte), der Schlagzeuger Craig Blundell (David Cross Band, Steven Wilson, Frost, Pendragon), der Saxophonist Theo Travis (Robert Fripp, Steven Wilson, The Tangent, David Sylvian und viele andere) und die Sängerin Grog Lisee (Die So Fluid).

Damit sind auf dem ersten Album von Moonparticle schon mal ein Jazzmusiker wie Holzmann und eine Metal-Musikerin (Lisee) vertreten. Das könnte ja interessant werden, denkt sich wohl mancher bei dem Blick auf die Angaben zur Besetzung. Es stellt sich dann allerdings heraus, dass die im „Hauptberuf“ als Metal-Sängerin agierende Lisee über eine eher zarte Stimme verfügt, die auch für andere Stilrichtungen gut geeignet ist.

Aber es wird „trotzdem“ sehr interessant, selbst wenn eine vermeintliche Metal-Shouterin auch in den zarten Folk-Momenten überzeugt. Die Dame durfte allerdings nur in drei Stücken singen, die restlichen kommen ohne Gesang aus.

In dem Modern Prog des Titelstücks treffen treibende Gitarrenriffs auf die von den Synthesizern dargebrachten Jazz-Rock-Fusion-Solos. Alles gekrönt vom weiblichem Gesang, dessen Begleitung wiederum aus dem New Wave-Universum zu stammen scheint.

In dem instrumentalen „Helium I“ kommt die Tendenz von Tsonev zum Vorschein, seine virtuosen Fähigkeiten als Gitarrist zu präsentieren. „Helium II“ zaubert mit den zerbrechlichen Arrangements für akustische Gitarre, Flöte und Geige eine harmonisch-folkige Welt hervor. „Winter Mountain“ scheint jazzige Harmonien und funkige Crimson-Akkordfolgen mit dem Folk-Prog der frühen Genesis unter einen Hut bringen zu wollen. In „White Light“ stehen energetischer Heavy Prog, Retro-Prog-Anleihen, Jazz-Rock-Momente und die Crimson-artigen Gitarrenfiguren nebeneinander.

In „Michelangelo…“ widmet man sich wiederum dem federleichten Canterbury- oder Fusion-Prog, während der balladeske Artrock von „The Strength…“ mal wieder mit dem Gesang von Grog Lisee und mit einigen bemerkenswerten Gitarren-Einfällen von Tsonev aufwartet. Das bluesig angehauchte „Reverend Mum“ klingt für mich wie eine Verbeugung vor Bill Frisell und David Torn. „Leon’s Experiment“ verbindet Fusion-Prog mit einigen elektronisch dominierten Passagen und originellen Gitarensolos.

„Hurricane Esmeralda“ gibt es als CD, Download sowie als limitierte Langspielplatte. Dazu passt auch die Laufzeit des Albums von ca. 40 Minuten.

Niko Tsonev ist mit „Hurricane Esmeralda“ eine beeindruckende Debütscheibe seines Projektes Moonparticle gelungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.1.2018
Letzte Änderung: 26.1.2018
Wertung: 11/15

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