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Watchtower

Control And Resistance

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
(Archiv-Tipp 8/2012)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Noise Records
Durchschnittswertung: 12/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Alan Tecchio Vocals
Ron Jarzombek Guitars
Doug Keyser Bass
Rick Colaluca Drums

Tracklist

Disc 1
1. Instruments Of Random Murder 4:06
2. The Eldritch 3:16
3. Mayday In Kiev 5:47
4. The Fall Of Reason 8:01
5. Control And Resistance 6:57
6. Hidden Instincts 3:51
7. Life Cycles 6:47
8. Dangerous Toy 4:22
Gesamtlaufzeit43:07


Rezensionen


Von: Georg Heep (Rezension 1 von 4)


Obwohl das erste Watchtower Album äußerst wohlwollend aufgenommen worden war und verhältnismäßig gute Verkaufszahlen erzielte, musste die Band vor ihrer zweiten Veröffentlichung die Austritte zweier Mitglieder verkraften. Gitarrist und Hauptkomponist Billy White wollte der Überlieferung nach einfach "andere" Musik machen, und Gesangsakrobat und Ober-Symphaticus Jason McMaster wechselte zur Glamrock Band "Dangerous Toys". Er hatte eine Zeit lang beide Projekte nebeneinander laufen lassen können, aber als den "Dangerous Toys" 1988 einen Major-Vertrag angeboten wurde, musste er sich für eine der Bands entscheiden. In beiden Fällen fand sich jedoch mit Ron Jarzombek (Gitarre, davor bei der Band "S.A. Slayer" tätig) und dem HADES-Sänger Alan Tecchio jeweils adäquater Ersatz. Und als sich das in Berlin beheimatete Label "Noise Records" die Texaner schnappte, war auch endlich für Watchtower die vertragslose Zeit beendet. Erste Frucht der neuen Zusammenarbeit war ein Beitrag für den Label-Sampler "Doomsday News Vol.2" ("Dangerous Toy", noch mit Interims-Sänger Mike Soliz am Mikrophon), 1989 folgte dann das in der deutschen Hauptstadt aufgenommene ultimative Progmetal-Album "Control and Resistance".

Die musikalischen Veränderungen zu "Energetic Disassembly" fallen sehr viel geringer aus, als man aufgrund einer zur Hälfte ausgewechselten Mannschaft hätte erwarten können. Dies lässt sich zum Teil ganz einfach dadurch erklären, dass vier der acht Lieder auf "Control and Resistance" noch vom ausgestiegenen White geschrieben wurden. Hinzu kommt, dass die beiden Sänger nicht allzu verschiedene Stimmen besitzen, wobei die von Alan Tecchio einer klassischen Melodie vielleicht etwas zugänglicher ist.

Womit das Stichwort ausgesprochen wäre: Auch ohne tiefgreifende Stiländerung und unter Beibehaltung des hohen technischen Levels, gelang Watchtower mit ihrem zweiten Album ein deutlich zugänglicheres Werk. "Control and Resistance" wird meiner Meinung nach viel zu oft in die "wichtig, aber eigentlich nicht schön"-Ecke abgeschoben. Tatsächlich benötigt man für diese Platte gerade keine tausend Durchläufe, und man muss auch nicht zur Gattung der Frickel-Nerds gehören, denen es nicht kompliziert genug sein kann. Diese "wichtig und auch noch schön"-Auszeichnung verdient sich das Album aus mehreren Gründen: An erster Stelle ist die deutlich verbesserte Produktion zu nennen, sie stellt eigentlich den Hauptunterschied zum Debut dar. Hinzukommt der etwas melodischer singende Frontmann und schließlich die weiter entwickelten Songschreiber-Fähigkeiten. Alles auf "Control and Resistance" klingt kontrollierter und durchdachter gespielt, der ungebändigte jugendliche Tatendrang von "Energetic Disassembly" stellt sich nun in den Dienst eines klar formulierten und perfekt umgesetzten Zieles: Einen musikalischen Ausdruck für die ambivalente Stimmung zu finden, die mit dem Gedanken vebunden ist, zu welch großartigen Taten die Menschheit fähig ist, wie sie diese Macht aber gleichzeitig auch missbrauchen und gegen sich selbst richten kann.

Doug Keysers Bass ist auf dem Weg dorthin keine Nuance unauffälliger geworden und fördert in seiner exponierten Stellung sogar noch die Eingängigkeit einiger Lieder, so zum Beispiel "Mayday in Kiev" und "The Fall of Reason". Verändert hat sich durch den Wechsel an der Gitarre natürlich der Stil der Soli. War Whites Spiel vor allem wild und ungebremst, so ist es Jarzombeks besondere Fähigkeit, farbenfroh-expressionistische Bilder vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen zu lassen.

Textlich steht die Band übrigens immer noch in der ersten Reihe jeder Protest-Demo. "Mayday in Kiev" hat nicht nur einen ähnlichen Refrain, sondern ist auch inhaltlich die Fortsetzung vom Debut-Track "Meltdown". Diesmal wird die Katastrophe von Tschernobyl und die sich anschließende sowjetische Informationspolitik thematisiert. Gleich geblieben ist auch die teilweise Unsingbarkeit der Texte. "Instruments of random murder" liest (und singt) sich wie ein Zeitungsartikel (allerdings einer aus der Boulevard-Presse), bei "Mayday in Kiev" ist es ähnlich.

Das vorletzte Lied, "Life cycles", zeigt dagegen eine völlig neue Seite der Band. Getragen von einer zumeist nachdenklichen und traurigen Stimmung kann sich der äußerst gelungene, fast schon philosophische Text mit seiner überraschenderweise positiven Botschaft wunderbar entfalten. Das wunderschöne Solo gegen Ende tröstet zumindest mich darüber hinweg, dass es dem vorangegangenen Track "Hidden instincts" ganz klar an einem vergleichbaren Höhepunkt mangelt.

Für mich ist "Control and Resistance" die Speerspitze des 80er Jahre ProgMetals und nimmt damit die Position ein, die Images and Words in den 90ern zukommt. Da das Album seine Qualität durch Zeitablauf keineswegs verloren hat und seitdem eigentlich auch von niemandem mehr auf so schöne Weise so heftig gefrickelt wurde, würde ich "Control and Resistance" ohne nachzudenken - anders als Sebastian - jeder CDs von aktuellen Bands wie Spiral Architect oder Zero Hour vorziehen. Bewertungstechnisch halte ich (zum ersten Mal übrigens) die Höchstnote für gerechtfertigt.

"Control and Resistance" in den 80ern, "Images and words" in den 90ern, mal sehen welche Kombination den Progressive Metal unseres Jahrzehnts krönen wird.

Anspieltipp(s): Mayday in Kiev, The fall of reason
Vergleichbar mit: Rush, Mekong Delta ("The fall of reason"), Anacrusis ("Life Cycles"), Sieges Even
Veröffentlicht am: 12.2.2005
Letzte Änderung: 12.2.2005
Wertung: 15/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 4)


Achtung: Ich schlachte jetzt eine heilige Kuh. Sollte ich denn morgen nicht mehr Leben, so hat das wahrscheinlich die jetzige Rezi zur Folge gehabt.

Watchtower gelten gemeinhin als unantastbare Ikone im Techno-Thrash-Metal Bereich. Allen voran ihr Sänger Alan Tecchio wird von vielen Menschen als Sangesgott abgefeiert. Warum dies so ist hat sich mir in den mittlerweile fast 16 Jahren seit ich dieses Album nun kenne, nicht erschlossen. Der Mann singt weder melodiös, noch sonderlich schön. Vielmehr klingt es, als würde er permanent den Griff in den Schritt vollziehen, was doch ziemlich auf den Sack geht, sofern man diesen besitzt. Die Musik ist technisch gesehen hochinteressant - nur leider überladen mit einem Haufen Breaks, ohne Melodie und vor allem eiskalt. Obwohl ich eigentlich ein Fan dieses Genre bin (Anacrusis, Fates Warning, Psychotic Waltz), kann ich bei Watchtower allenfalls sehen, dass da fähige Musiker am Werkeln sind. Außerdem sind mehr als 40 Minuten Hochgeschwindigkeitsgefrickel mit Eierkneifergesang bei klirrender Produktion irgendwann nicht mehr lustig und gehen tierisch auf die Ohren.

Deshalb gibt es von mir allenfalls den Nostalgiebonus als ein wichtiges Album seiner Zeit - mehr nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2005
Letzte Änderung: 23.10.2005
Wertung: 5/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 4)


Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Progmetal immer ein bisschen skeptisch bin. Nicht weil das schlechte Musik wäre, ganz im Gegenteil, ich glaube lediglich, dass es weit weniger Progmetal gibt, als viele andere. Denn das meiste, was diesen Stempel bekommt (oft ohne darum gebeten zu haben), ist entweder kein Prog oder kein Metal.

Watchtower sind auf die verdammtnochmalste Weise beides. Und es tut so gut, dass sie erstens meilenweit weg sind von dem Pathos-Müll, der das Genre sonst so verklebt, und dass sie zweitens so viel früher dran waren als ihre Kollegen. Ich meine, Watchtower sind anderen Tech-Metal-bands mal eben um 6, 8, 10 Jahre voraus gewesen! Und wie!: "Control and Resistance" lässt das zeitnah entstandene angeblich erste Progmetal-Album (es ist weder noch) "Operation: Mindcrime" von Queensrÿche aussehen wie eine Kinderei.

Ich sehe "Control and Resistance" etwas weiter weg von "Energetic Disassembly" als Vorredner und Watchtower-Experte Georg, wohl weil ich stark auf die technischen und strukturellen Aspekte von Musik höre. Alles ist etwas mehr auf die Spitze getrieben, das Album ist komplexer, frickeliger, unruhiger, gewagter, schneller - und gleichzeitig souveräner und lässiger als das Debüt. Die Komplexität ist eindrucksvoll, die virtuose Umsetzung noch mehr. Ein bisschen mehr Sinn für Melodie - und das perfekte Watchtower-Album hätte entstehen können. Aber was sage ich, die Band gibt's ja noch und so langsam es bei dieser Band auch vorangeht - man darf gespannt sein, was da noch kommt.

Anspieltipp(s): Älles!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2009
Letzte Änderung: 9.10.2016
Wertung: 15/15
Großartiger Progmetal, weil die Musik beides ist!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Ich teile mit Thorsten eine Meinung: der Sänger ist ein Problem. Ich will das begründen.

Einerseits zeigt er in tieferen Lagen zwar immer wieder, dass er eine variable Stimme hat, eine Stimme, die schön klingen kann, die zu den Stücken passt. Aber der grösste Teil des Gesangs spielt sich, oft typisch für dieses Genre, in grossen Höhen ab. Und dort wirds oft mühsam. Mir scheint, dass Alan Tecchio in luftigsten Höhen einfach falsch intoniert. Da wird sich immer höher geschwungen und dann passts irgendwann nicht mehr mit der Restharmonie der Instrumente zusammen.

Gut. Wir reden von Prog. Da gibts verschiedene Metren, die übereinander gelegt werden, fremdartigere Modi und eine gewisse Schrägheit ist oft Programm. Aber hier stört mich das. Der Gesang ist zu hoch, zu schrill und oft zu falsch.

Das ist schade, denn die Kompositionen haben grosse Klasse, sind komplexer und verschachtelter, als noch auf dem Debut. Die Musik wird technisch perfekt dargeboten. Das mag steril wirken. Und vielleicht ist es von perfekt zu steril auch nur ein kleiner Schritt, wohnt aller allzu komplizierten Musik eine gewisse Kälte inne. Wer das nicht mag, der soll Blues hören. Ich finde Control & Resistance einfach nur wahnsinnig.

Was Watchtower hier abliefern ist, wie Georg schon oben festgestellt hat, die Speerspitze des 80er Jahre Progmetal.

Zudem hat "Control and Resistance" gegenüber Energetic Disassembly den Vorteil einer verbesserten Produktion. Wie das Album klingen könnte, würde es jetzt produziert werden, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Trotz der Stimme ist Control & Resistance für mich noch ein Stück oberhalb des Debutalbums anzusiedeln. Ein Album, das man zumindest einmal angetestet haben sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2011
Letzte Änderung: 8.10.2011
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Watchtower

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 Energetic Disassembly 12.00 2
2002 Demonstrations in Chaos 13.00 2
2016 Concepts of Math: Book One 15.00 1

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