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Savatage

Gutter Ballet

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Atlantic
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jon Oliva Gesang, Klavier
Criss Oliva Gitarre
Johnny Lee Middleton Bass
Steve Wacholz Drums
Christopher Caffery Gitarre, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Of Rage and War 4:47
2. Gutter Ballet 6:20
3. Temptation Revelation   (Instr.) 2:56
4. When the Crowds are gone 5:46
5. Silk and Steel   (Instr.) 2:58
6. She's in Love 3:51
7. Hounds 6:28
8. The Unholy 4:37
9. Mentally Yours 5:19
10. Summer's Rain 4:33
11. Thorazine Shuffle 4:43
Gesamtlaufzeit52:18


Rezensionen


Von: Jochen Lohr @ (Rezension 1 von 2)


Nachdem das 1987er Album "Hall of the Mountain King" dank des neuen Produzenten Paul O'Neill, der Bandleader Jon Oliva zu einem Bildungskurs in der Oper zwang, den ersten zaghaften Versuch aufwies, dem bis dato verfolgten Schema des 08/15-US-Metal zu entkommen (eine Gitarreninterpretation des Klassikers "In der Halle des Bergkönigs" aus Edvard Griegs Suite "Peer Gynt"), war "Gutter Ballet" im Grunde der Aufbruch in eine neue Ära für die Band. Die schnellen und aggressiven Nummern der frühen Phase wichen ab nun mehr und mehr bombastischen Midtemponummern und Pianoballaden, die sich massiv an der Romantik des 19. Jahrhunderts anlehnen.

Auf "Gutter Ballet" gibt es allerdings noch nicht zu viel von diesem Gewürz zu schmecken, die meisten Stücke sind immer noch eher straight und rifforientiert. Allerdings ist auch bei diesen die Melodieführung des Gesangs wesentlich interessanter und abwechslungsreicher geraten als auf den alten Alben.

Mit dem Titeltrack weist das Album zudem einen der absoluten Bandklassiker auf, ein Stück, das den Symphonic-Metal-Stil der Band im Grunde definiert: das eindringliche und dramatische Pianointro, das Übereinanderlegen der Klavier- und Gitarrenakkorde sowie der hohe, dünne Gesang Jon Oliva's geben diesem wie vielen anderen Savatage-Stücken ihre eigene Note.

Das Titelstück ist allerdings unerreicht auf diesem Album, wenn neben den Uptempo-Metal-Stücken auch durchaus noch andere interessante Sachen zu hören sind: zwei kurze Instrumentalstücke sowie die Halbballade "When the Crowds are gone" passen eher in das oben bereits beschriebene Schema, "Hounds" konzentriert sich hingegen voll und ganz auf die Gitarre. Die bombastischen Wechsel zwischen langsamen ruhigen Passagen und druckvollen Midtempo-Passagen sind allerdings auch hier vorhanden.

Insgesamt kann ein Freund des Symphonic Metal bei Gutter Ballet genauso wenig falsch machen wie bei den Nachfolgealben. Sicherlich sind die Sachen Ende der 90er kompositorisch reifer und wegen des häufigen Choreinsatzes noch etwas peppiger, aber Gutter Ballet ist trotzdem ein hervorragendes Album mit nur wenigen Ausfällen und ein wichtiger Schritt hin zu der Musik, für die Savatage bekannt ist. Für ein "sehr gut" reicht es trotzdem nicht, dafür sind noch zu viele Relikte aus alten Trivialmetal-Zeiten vorhanden.

Anspieltipp(s): Gutter Ballet, Hounds
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.7.2003
Letzte Änderung: 11.7.2003
Wertung: 12/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Savatage haben seit "Dead Winter Dead", i.e. "Christmas Eve (Sarajevo 12/24)" und dem musikalisch und konzeptionell darauf aufbauenden Trans-Siberian Orchestra den Ruf weg, eine sehr amerikanische "Weihnachtsband" zu sein. Was läge da näher, als kurz nach den diesjährigen Osterfeiertagen (man rufe sich den kulturellen und insbesondere den theologischen Gegensatz dieser Feste ins Gedächtnis) mal einen mehr oder weniger kritischen Blick auf das Schaffen dieser Band zu werfen? Fangen wir hierzu mal an mit "Gutter Ballet", dem ersten vollen Album der - Jochen bemerkte es schon - Ära Paul O'Neill, der mit der Band 1989 offenbar schon so weit persönlich verbandelt war, dass man den CD-Untertitel des Instrumentals "Silk And Steel", und zwar "12/17/1988" auf das Geburtsdatum von O'Neills Nichte münzte. In diesem Zusammenhang ist freilich noch die Kuriosität bemerkenswert, dass der gute Chris Caffery als Gitarrist der bevorstehenden Tour bereits im Booklet und der Besetzungsliste verewigt wurde.

Musikalisch gesehen ist an "Gutter Ballet" zunächst einmal die Struktur bemerkenswert, die sich grob gesagt in drei Blöcke unterteilen lässt: Zwar eröffnet "Of Rage And War" die Platte, scheint aber irgendwie außen vor zu stehen. Das liegt wohl am relativ unvermittelten Einstieg (ohne Intro folgt gleich das markante Bassriff) sowie den eher noch am Vorgängeralbum "Hall of the Mountain King" orientierten Stil - Swing-lastige Riffs, die abseits der Zählzeiten betont sind, zum Refrain hin steigernde Aggressivität und nicht zuletzt ein politischer Text ("We got Libya, we got the Russians..."). Vor allem aber könnte der Kontrast zum folgenden - nennen wir es mal so - O'Neill-Block aus zwei Songs und zwei Instrumentals nicht größer ausfallen: Bereits der Titeltrack schlägt mit seinen herausragenden Klaviereinsätzen - was nicht nur das Intro betrifft, sondern eben auch den begleitenden Beat - in Arrangement, Stimmung und Aufbau grundsätzlich andere Töne an, die viel mehr an pompöse Rockopern amerikanischer Prägung zwischen Alice Cooper, Meat Loaf und der "Rocky Horror Picture Show" (die Harmoniefolge aus dem "Time Warp"-Refrain wird zitiert) als an die Vorgängeralben erinnert.

Das dramatisch angelegte, wenn auch angesichts von "Prelude To Madness" nicht direkt neue Keyboard-Orchesterstück "Temptation Revelation" nimmt danach diesen wagnerianischen Faden auf und leitet zudem nahtlos zu "When The Crowds Are Gone" über, das einmal mehr vom Klavier bestimmt wird und wohl die zweite Spitze dieses Albums in Bombast-Hinsicht darstellt. Pikant ist auch, dass dieses Stück quasi eine Wandlung durchmacht: Über diesen etwas quengeligen "I never wanted to go, I always wanted to stay"-Part entwickelt sich das Lied zu einem positiven Ende hin, an dem der Protagonist (die Geschichte weiß zu berichten, dass das Lied eigentlich zum "Streets"-Zyklus gehören sollte) geläutert ist und dann doch keiner weiteren medialen Aufmerksamkeit mehr bedarf ("Where's the lights? Turn them on/off again..."). Ach ja, und danach ist das schon erwähnte "Silk And Steel" noch ein luftiges Akustik-Instrumental vom Schlag diverser Steve-Howe-Nummern ("The Clap"), das immerhin die Stimmung etwas auflockert.

Nun folgt der nächste Block, bestehend aus "She's In Love", "Hounds" und "The Unholy". Das wiederum sind relativ normale US-Metal-Stücke, wie es sie wiederum im damaligen Savatage-Fundus bereits zuhauf gab. Man vergleiche insbesondere "She's In Love" lyrisch und musikalisch mit "Skull Session" vom "Power Of The Night"-Album - wobei Selbstreferenzialität ja wiederum auch so ein gehöriger Spleen von Savatage war (und es bei Jon Oliva's Pain und dem TSO auch heute noch ist). Allenfalls fällt hier "Hounds" wegen seiner Orgel-Begleitung auf, und vielleicht noch "The Unholy" wegen des offenbar bei AC/DCs "Let There Be Rock" ausgeborgten Hauptriffs und der harmonisch unkonventionell, weil absteigend gestalteten Bridge auf. Im Vergleich zu den Vorgängeralben lässt sich allerdings feststellen, dass dieses Material wiederum gemäßigter ausgefallen ist, was allerdings auch an der eher dünnen Produktion liegen könnte.

Den Abschluss markiert schließlich der dritte Block, der in losem Zusammenhang die Story eines verhaltensauffälligen Jungen namens Timmy (9?) erzählt, der von seinen Eltern schließlich ins Heim gesteckt, dort unter Drogen gesetzt wird, am Ende allerdings eher keine Erlösung, sondern die bloße, ihn selbst quälende Einsamkeit findet (so zumindest meine Interpretation von "Summer Rain" - es wäre diskutabel, ob die Textzeile "No one cried when Timmy died" tatsächlich wörtlich gemeint sein sollte). Bemerkenswert hieran sind die folgenden Punkte: Nach dem lieblichen Klavierintro wird "Mentally Yours" tatsächlich ein ganzes Stück böser, "Summer Rain" hat die gleichen Quengeleien wie der oben beschriebene Part aus "When The Crowds Are Gone" drauf, verwendet letztlich aber dennoch das Savatage-Reizwort "Believe", und "Thorazine Shuffle" - offiziell damals als "Bonustrack" deklariert, aber seit 1989 wurden keine Ausgaben des Albums mehr ohne ihn ausgeliefert - steht wieder mal etwas außen vor: Einmal mehr handelt es sich um so eine Swing-Riff-Nummer im Midtempo, allerdings lässt sich der Text diesmal als spätes Addendum zur Timmy-Geschichte lesen.

Ziehen wir also mal eine Bilanz: Ungefähr 60-70% von "Gutter Ballet" sind tatsächlich von Paul O'Neill und seinem Hang zum Bombast-Rock geprägt, der Rest dagegen ist gefälliger Metal der althergebrachten Savatage-Machart. Die Spannung dieses Albums und der Reiz, der von ihm ausgeht, entspringt nun der Vereinigung der beiden Stile: Gerade im Titeltrack ergänzen sich Gitarre, Klavier und Keyboards kongenial und erschaffen jene eigene Klangästhetik, für die Savatage bis heute bekannt sind und die kaum eine mir bekannte Band bislang zu imitieren imstande war. Andernorts ("When The Crowds Are Gone", "Summer Rain") zeigt die Tendenz allerdings noch vermehrt in Richtung der von O'Neill offenbar ursprünglich angedachten Musical-Ansätze und erschöpft sich leider oftmals in bloßem und vor allem althergebrachten Pathos. Unterm Strich steht damit für Savatage hauptsächlich das Verdienst, Metal-Fans mit Musical-Musik in Verbindung gebracht und obendrein einen tollen Titeltrack aufgenommen zu haben - die beiden konkurrierenden Stile auf diesem Album haben Savatage allerdings andernorts jeweils besser hinbekommen.

Anspieltipp(s): Gutter Ballet, Mentally Yours
Vergleichbar mit: Neben dem Metal: Meat Loaf, Rocky Horror Picture Show, Richard Wagner
Veröffentlicht am: 29.3.2016
Letzte Änderung: 23.9.2016
Wertung: 9/15
Titelsong: 13

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Savatage

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1987 Hall of the Mountain King 9.00 1
1991 Streets - A Rock Opera 8.50 2
1993 Edge of Thorns 9.00 2
1994 Handful of Rain 11.00 2
1995 Dead Winter Dead 12.00 2
1997 The Wake of Magellan 11.00 3
2001 Poets and Madmen 11.50 2

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