Solar Flares Burn For You
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
2003 |
| Besonderheiten/Stil: |
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| Label: |
Cuneiform |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Robert Wyatt |
Gesang, Instrumente |
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Gastmusiker
| Hugh Hopper |
Bass (5,12) |
| Francis Monkman |
Keyboards (7-11) |
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| Alfie Benge |
Gesang (10,11) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Alifib
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3:14
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| 2. |
Soup Song
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3:11
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| 3. |
Sea Song
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8:09
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| 4. |
I'm A Believer
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3:43
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| 5. |
Blimey O'Riley
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4:23
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| 6. |
Solar Flares Burn For You
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7:45
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| 7. |
God Song
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5:11
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| 8. |
Fol De Rol
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1:49
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| 9. |
Little Child
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3:11
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| 10. |
We Got An Arts Council Grant
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1:33
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| 11. |
Righteous Rhumba
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1:17
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| 12. |
'Twas Brillig
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5:02
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| 13. |
The Verb
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3:27
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| Gesamtlaufzeit | 51:55 |
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Rezensionen

Endlich ein neues Album von Robert Wyatt! Dachte ich jedenfalls, als ich die Ankündigung von "Solar Flares Burn For You" erstmals gesehen hatte. Aber so richtig neu ist es dann doch nicht, bei den meisten Stücken handelt es sich um Aufnahmen aus den frühen 70ern, die für BBC Sessions entstanden, in einem Fall (Titelstück) als Soundtrack für einen experimentellen Kurzfilm, der als Bonus auf der CD drauf ist. Ansonsten sind noch drei neue Aufnahmen dabei.
Die ersten vier Stücke wurden im September 1974 für die BBC aufgenommen. Wyatt begleitet sich hier ausschließlich an Klavier, ein bisschen Orgel und teilweise noch dezenter Percussion. "Alifib" und "Sea Song" stammen von dem 1974 erschienenen "Rock Bottom", "Soup Song" wurde 1975 auf "Ruth Is Stranger Than Richard" veröffentlicht. "I'm A Believer" ist ein Cover eines Songs, der von Neil Diamond stammt und in den 60ern durch die Gruppe The Monkees populär gemacht wurde. Mit der reduzierten Instrumentierung, Wyatts leicht androgyner Stimme und dem gegenüber dem Original etwas zurückgenommenen Tempo bekommt der Song eine leicht surrealistische Atmosphäre, verstärkt noch durch einige skurrile Stimmeffekte.
Das 1973 entstandene Titelstück ist eine äußerst bizarre Klangcollage aus brummenden und quietschenden Orgeltönen, die mit Naturgeräuschen und im weiteren Verlauf geradezu beschwörend klingendem Gesang vermengt werden. Der Film ist dabei genau so bizarr wie die Musik.
Die Stücke Nr. 7 bis 11 nahm Wyatt im Dezember 1972 mit dem Keyboarder Francis Monkman (Curved Air, Sky) auf. Wyatt beschränkt sich hier auf Gesang und etwas Percussion. Hier sind ein paar herrlich skurrile Sachen dabei: "Fol de Rol", eine Komposition von Richard Sinclair, mit geradezu freejazzigem Klavier und Scat-Gesang; "Child Song", ein Lied aus einem Danny-Kaye-Film (!), bei dem Wyatt quasi ein Duett mit sich selbst singt, wobei zwischen hoher Kinderstimme und tiefen Tönen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte, wechselt; "We Got An Arts Council Grant" und "Righteous Rhumba" klingen dagegen wie von Monty Python.
Von den neuen Sachen gefällt mir vor allem das instrumentale "Blimey O'Riley" mit jazzigen Hornklängen über einem kaum variierten Rhythmus.
| Anspieltipp(s): |
Sea Song, Solar Flares Burn For You, Blimey O'Riley |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
29.9.2003 |
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Der Winter ist die Zeit für melancholische Alben - und dieses hier ist ein solches, dazu noch ein hervorragendes!
In den Linernotes steht, dass es quasi die Zeit zwischen Wyatt als Drummer von Matching Mole und Wyatt dem Solokünstler - mit dem Erscheinen von Rock Bottom - abdeckt. Kern dieser CD sind zwei Sessions: eine solo bei der BBC 1974 und einmal mit Monkman 1972.
Der Soloauftritt von 1974 zeigt Wyatt als Sänger am Klavier, nur leise ist im Hintergrund ein Keyboard zu hören (wer spielt das??). Eindringlich sind die Titel, besonders "Alib" und "Sea song" sind für mich fast noch besser als auf der oben erwähnten CD. Gelungen ist auch die Coverversion "I'm a believer" - aus einem schmissigen Popstück macht Wyatt eine herzerweichende Ballade.
Track 5 und 12 stammen aus einer Zusammenarbeit mit Hugh Hopper. Dieser schickte Wyatt ein Band mit Loops und Bass zu, worauf dieser seine Ideen ergänzte. So ging es dann hin und her, bis die endgültigen Versionen fertig waren. "Blimey O'Riley" klingt wie ein Konzert mit diversen Nebelhörnern und leise stampfenden Dampfmaschinen und hat was von Jon Hassell an sich. Bei "'Twas Brillig" pulsiert der Bass beschwingt vor sich hin, mit leisen, reggaemäßigen Gitarren und sanftem Cornett von Wyatt.
Höhepunkt dieser tollen CD ist für mich aber die Session mit Francis Monkman. "God song" bekommt durch sein Klavierspiel einen klassischen Touch, "Fol de rol" ist Wyatt in Mehrstimmengesang per Overdub mit perlenden Klavierläufen und SciFi-Sound im Background. "Little child" ist wunderschön, Wyatt als Kind und Erwachsener im Dialog. Monkman übernimmt auch den Gesang bei den letzten beiden Stücken - Monty Python passt! Ich sehe die Ritter in Camelot tanzen :-))
Fazit: diese CD ist einfach phantastisch - schön, dass sie aus dem Archiv hervorgeholt wurde.
| Anspieltipp(s): |
Alifib, Sea song, God song |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.12.2004 |
| Letzte Änderung: |
30.12.2004 |
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