Almost Classical
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Voiceprint |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (1 Rezension) |
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Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sophie for Joy
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11:2o
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| 2. |
Merlin The Magician
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7:15
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| 3. |
The Nursery Rhyme Concerto
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4:50
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| 4. |
The Swiss Suite
1. Canton Doe Vaud 5:50 2. Lac Le Mans 4:26 3. Les Monts de Corsier 3:15 4. La Baumaz 3:22
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| 5. |
The Barber of Wigan
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20:00
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| Gesamtlaufzeit | 60:00 |
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Rezensionen

Eigentlich Teil einer 8-CD-Box, und also solcher unerschwinglich, gibt es diese und auch alle anderen Cds aus dieser Box seit einiger und wohl auch nur für einige Zeit auch einzeln. Und ich weiß, jetzt werden hämisch die Zeigefinger gezückt, ?kuck mal, der kauft sich ?ne Wakeman-CD?. Was also habe ich zu meiner Verteidigung zu sagen? Nun zunächst einmal, daß die meisten Aufnahmen auf dieser Platte aus der ?guten Zeit? stammen, also den Jahren zwischen ?Six Wives? und ?King Arthur?. Zum anderen, daß hier mit einer Seite unserer Lieblingsmusik aufgewartet wird, die kaum einer kennt, die selbst Fans nicht gleich als allererste einfällt, wenn es darum geht, über Progressive Rock zu reden, einer Seite zudem, von der ich mehr und mehr den Verdacht habe, daß sie für den einen oder anderen Rauswurf besonders des hier in Frage stehenden Musikers verantwortlich war, wie zöger' ich's noch weiter 'raus, es geht um den Humor. Ich weiß, Prog ist eine ernste Sache, vor allem in Deutschland, aber eben nicht in England. Und man muß gerade Rick Wakeman dankbar sein, daß er - hin und wieder, wenn ?Napoleon? ihn ließ - Paramahansa Yogananda ein bißchen Monty Python entgegengesetzt hat. Deshalb sei diese Platte hier besprochen, weniger wegen des musikalischen Niveaus.
Los geht?s aber erstmal ernst und sehr persönlich, wenn auch in froher Stimmung: ?Sophie for Joy?, ein Stück, das der Maestro 1982 improvisierte, nachdem ihm seine Frau offenbart hatte, daß sie schwanger sei - mit ?Sophie?, aus der später zwar Jemma wurde, was dem Titel des Stücks aber keinen Abbruch getan hat. ?Sophie for Joy? ist ein typisches Stück Musik, wie es werdenden Vätern aus den Fingern fließt, kurz nachdem sie die freudige Nachricht erhalten haben. Hier fließen die Duren und Mollen nur so ineinander, daß es harmonischer nicht geht. Zum Thema ?bedeutend für den einen - banal für den anderen? habe ich mich ja schon mal ausgelassen, haken wir das also ab. Mit dem zweiten Stück wird es interessanter: bei ?Merlin? handelt es sich - laut Cover - um das erste Demo für das gleichnamige Stück. Und ich höre auch keinen Unterschied, mit Ausnahme der Instrumentierung, die hier nämlich nur aus einem Flügel besteht, historisch sicher interessant. Dann ein erster Höhepunkt: das legendäre ?Nursery Rhyme Concerto? Hier spielt Wakeman englische Kinderlieder im Stil von Mozart, Ravel, Debussy, Dawson (that?s Les) und Rachmaninov, ein absoluter Lacher, vor allem, wenn Wakeman als Les Dawson sich durch ?Morgen kommt der Weihnachtsmann? holpert.
?The Swiss Suite? besteht aus vier weiteren Demos, die in den späten 70ern im Steuerparadies Schweiz entstanden sind und hier zu einer Suite zusammengerückt wurden. Auch eher harmonisches Geklimper ohne (rhythmische oder gar tiefsinnige) Brüche. Höhe- und Schlußpunkt des Albums aber ist Wakemans Oper (!) ?The Barber of Wigan?, die er, so die Ansage, auf dessen Anregung hin für seinen Lieblingstenor Ramon Remedios geschrieben hat - ?Wigan? deshalb, weil Remedios' Klaue nicht zu entziffern war. Hier ist schon die Ansage ein Genuß. In einer kleinen sketchartigen Szene streiten die beiden erst über den Titel der Oper, dann darüber, was eine Oper ausmacht - ?Is it not true, that all Opera is made out of the most ludicruos, stupid stories that anybody could ever think of, they make absolutely no sense whatsoever and all they do throughout the entire Opera is keep repeating themselves in stating the obvious?; und in den folgenden 20 Minuten wird dieses Programm auch genau umgesetzt. Kleine Kostprobe: ?I am the Barber of Wigan, I am the Barber of Wigan, I am the Barber of Wigan, of Wigan, of Wigan, of Wigan? oder: ?As this is proper opera, I have to sing it at least once more?. Die story verrate ich nicht, die ist unschlagbar und die Zusammenfassung von Wakeman ist ohnehin nicht zu übertreffen.
Tja, was soll man bewerten? Musikalisch enthält die CD nichts hochwertiges, Note 4 könnte man vielleicht geben, der Spaßfaktor ist dagegen sehr hoch und der historische und der humorige Wert geht gegen 15. Ich enthalte mich.
| Anspieltipp(s): |
The Barber of Wigan |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
22.5.2005 |
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