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Collage

Basnie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989 (Re-release 2003)
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Metal Mind Records
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tomek Rozycki voice
Przemek Zawadzki bass guitar
Mirek Gil guitars
Wojtek Szadkowski drums, percussion
Jacek Korzeniowski keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Jeszcze jeden Dzien 4:10
2. Ja i ty 3:22
3. Kolysanka 4:34
4. Basnie 10:03
5. Dalej dalej 7:06
6. Stare sciezki 6:46
7. Fragmenty 4:30
8. Rozmowa 4:44
9. Ja i ty   (Live-Video 1991); Bonustrack)
10. Basnie   (Live-Video 1995); Bonustrack)
11. Kolysanka   (Live from Holland 1995 (Video); Bonustrack)


Rezensionen


Von: Henning Mangold @


Gleich vorweg: Zwischen diesem Album und "Moonshine" liegen Welten, sowohl in der Produktion als auch in der Spielweise als auch in der Länge und Struktur der Songs. Und der Gesang ist hier noch polnisch, was recht erfrischend auf mich wirkt.

Ich will auch gar nicht behaupten, dass dieses Album schlecht wäre; es enthält nur einige Mängel, die für Erstlingsalben typisch sein können: der Sound entspricht bei weitem nicht dem Standard, den der Technikfreak heutzutage erwartet – man glaubt eher eine Sammlung von Demo-Aufnahmen zu hören, die geradezu aus einer Garage stammen könnten. Das hat natürlich auch Vorteile, vor allem den, dass die Band wirklich nach Band in Rohform klingt, eben ohne eine Produktion, die alles auf Linie bringt. Wichtig zu bemerken ist vor allem, dass sich die Besetzung hier noch wesentlich von der späteren unterscheidet: Leadsänger, Bassist und Keyboarder sind auf diesem Album noch andere, lediglich der Gitarrist und der Drummer sind dieselben, die allerdings für den größten Teil der Kompositionen verantwortlich zeichnen, so dass trotz der Umwälzungen ein roter Faden erkennbar bleibt. Der Drummer ist übrigens für Neoprog-Verhältnisse außergewöhnlich gut und hält mühelos allen Prog-Erwartungen stand. Der alte Keyboarder klingt recht dünn, was nicht nur an der Produktion liegt; kein Wunder, dass die Band in diesem Bereich noch was draufsatteln wollte (was dann jedoch auf "Moonshine" fast etwas übertrieben ausfiel – siehe meine entsprechende Rezi dazu). Der alte Sänger lehnt sich in den leiseren Passagen deutlich an Fish an, in den lauteren scheint er es auch zu versuchen, aber da gelingt es nicht überzeugend – weniger Mühe hätte hier vielleicht besser und eigenständiger geklungen.

Die m.E. besten Songs des Albums sind – wieder einmal – die längeren Tracks 4 und 5, die sich im Aufbau mühelos mit dem damals üblichen Prog-Niveau messen können; das sind auch die Songs, in denen die Gitarre am besten und virtuosesten rüberkommt.

Die kürzeren Songs wirken auf mich etwas unfertig; die Band fällt meistens gleich mit der Tür ins Haus und bricht die Stücke zum Schluss leider auch sehr abrupt ab (ich sag ja: klingt total nach Demo).

Leider weiß ich nicht, was "Basnie" wohl bedeutet – vielleicht ist es ja die Bezeichnung für den etwas hexenhaft wirkenden weiblichen Waldgeist des Coverbildes, der übrigens eine Coladose in der Hand hält (witzige Idee: Anno 89 könnte darin ja glatt noch eine politisch-wirtschaftliche Anspielung gelegen haben).

Dieses Album ist m.E. hauptsächlich für Progfans interessant, die gern die Anfänge guter Bands kennen lernen und keine besondere Perfektion erwarten – oder anders ausgedrückt: die Platte hat eine Art dokumentarischen Liebhaberwert, ist jedoch für verfeinerte Geschmäcker wahrscheinlich weniger genießbar.

Anspieltipp(s): Basnie
Vergleichbar mit: ganz frühe Pendragon, aber kompakter
Veröffentlicht am: 15.12.2003
Letzte Änderung: 5.3.2014
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Collage

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Nine songs of John Lennon 8.00 1
1994 Moonshine 12.00 2
1995 Safe 4.00 1
1995 Changes 6.00 1
2004 Living in the moonlight (DVD) 7.00 1

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