Eiliff
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Philips |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Rainer Brüninghaus |
Orgel, Klavier, Soundeffekte |
| Herbert J. Kalveran |
Saxophon |
| Houschang Nejadepour |
Gitarre |
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| Detlef Landmann |
Schlagzeug |
| Bill Brown |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Byrd-Night of the seventh Day
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5:02
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| 2. |
Gammeloni
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6:43
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| 3. |
Uzzek of Rigel IV
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10:54
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| 4. |
Suite
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20:46
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| Gesamtlaufzeit | 43:25 |
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Rezensionen

Die Hochburg des Jazzrock zu Ende der 60er und Anfang der 70er war sicherlich Canterbury in England. Jedoch gab es auch in Deutschland einige Bands, die dieser Musik frönten. Die bedeutendsten sind wohl Kraan, aber auch Eiliff konnte sich ein bisschen einen Namen machen.
Auf ihren 1971 erschienenen nicht betitelten Debütalbum spielten Eiliff eine recht harte, jammige, rifforientierte und kompromisslose Variante des Jazzrock. Das Klangbild wird klar von der Rhythmusarbeit von Gitarre und verzerrter Orgel dominiert, die allerdings durchaus auch mit Soli zur Musik beiträgt. Die meisten Fills gehen jedoch auf das Konto des hervoragend gespielten Saxophons sowie der Gitarre. Diese Mischung lässt die Musik in gewissem Maße an die Soft Machine erinnern, ist jedoch insgesamt härter und rockiger. Zu anderer Zeit kommt einem Kraan in den Sinn, weil auch Eiliff es sich nicht nehmen lassen, ein wenig mit orientalischen Einflüssen zu spielen. Gesungen wird bei "Byrd Night of the seventh Day" und ein wenig bei "Uzzek of Rigel IV" auch, was dem Stück zumindest nicht schadet. Die Scheibe lebt aber ganz klar von den Jams.
An den ausladenderen Stellen driftet man auch mal ins spaceige ab und wird der Krautrock-Tradition gerecht. In den ruhigeren Phasen kommt einem schon mal die Radio Gnome Invisible Trilogie von Gong in den Sinn. Aber lang hält das nicht an, insgesamt wird zu viel gejammt und es gibt zu viele Solos, um Eiliff ernsthaft in die Spacerock-Ecke zu drängen.
Insgesamt zeigen Eiliff auf diesem Album Klasse, ohne einen echten Kracher gelandet zu haben. Das 20-minütige schlicht "Suite" betitelte letzte von vier Stücken auf dem Album ist allerdings wirklich erste Sahne, der Rest vertreibt einem immerhin kurzweilig die Zeit bis zu diesem Werk. Für Leute, die gerne einmal ein wenig Jazzrock hören, ist die Scheibe eine ausgesprochene Empfehlung.
| Anspieltipp(s): |
Suite |
| Vergleichbar mit: |
Soft Machine, Kraan, Gong |
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| Veröffentlicht am: |
12.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
17.7.2005 |
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Der Name von Rainer Brüninghaus wird dem einen oder anderen schon einmal unter die Augen gekommen sein, wenn er sich denn neben Prog auch für Jazz interessiert. Auf unzähligen Scheiben im Bereich Jazz und Fusion ist der Keyboarder zu hören, u.a. auf Alben von Jan Garbarek, Eberhard Weber oder Volker Kriegel. Anfang der 70er war Brüninghaus bei Eiliff tätig, einer der vielen Gruppen, die sich daran versuchten Jazz und Rock miteinander zu verschmelzen.
Etwas rauher als auf den oftmals auf dem ECM-Label erschienenen, späteren Jazz-Produktionen von Brüninghaus geht es auf dem Debut von Eiliff zu. Die Orgel röhrt, das Sax trötet, Bass und Schlagzeug treiben die Musik voran und Houschang Nejadepour bearbeitet flink seine E-Gitarre. An Soft Machine erinnert das auf "Eiliff" Gebotene in der Tat gelegentlich oder an die deutschen Kollegen von Brainstorm, zumindest in den Abschnitten, in denen die Gitarre pausiert und Orgel und Saxophon die Musik bestimmen. Wie Jochen schon weiter oben festgestellt hat, wird auf dieser Scheibe recht ausgiebig gejammt, spielen die fünf Instrumentalisten wild durcheinander, lösen sich virtuose Soli und dichte Gruppenimprovisationen miteinander ab. Gelegentlich wird für leichte Ethno-Atmosphäre gesorgt, z.B. mit dem Sitar-Solo, so ziemlich in der Mitte der "Suite". Auf den daneben liegenden, wackeligen Gesang in "Bird-Night Of The Seventh Day" hätte ich allerdings verzichten können.
Das Ganze ist durchaus erfrischend, wirkt aber mitunter etwas holprig und zerfahren, krautig eben, und langatmig. Auch kann man wohl nicht behaupten, dass Eiliff mit ihrem Erstling dem Genre irgendetwas weltbewegend Neues oder ausgesprochen Bemerkenswertes hinzugefügt haben. Abwechslungsreichen und durchaus spannend anzuhörenden Frühsiebziger-Jazzrock mit Krautrockflair gibt es hier trotzdem zu hören. Kurzum, "Eiliff" ist eine nette, wenn auch nicht wirklich essentielle Ergänzung jeder Kraut- und Jazzrocksammlung.
| Anspieltipp(s): |
Suite |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.4.2007 |
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