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24176 Rezensionen zu 16526 Alben von 6435 Bands.
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Kraan

Nachtfahrt

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (Original 1982 auf Boots; Neuauflage 2005 bei InsideOut Revisited Records)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream
Label: Revisited Records
Durchschnittswertung: 5.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Peter Wolbrandt Gitarre, Gesang
Ingo Bischof Tasteninstrumente
Hellmut Hattler Bass, Gesang
Gerry Brown Schlagzeug
Jan Fride Schlagzeug (1, 5, 6)

Tracklist

Disc 1
1. Wintruper Echo 4:30
2. Faust 2000 3:54
3. Elfenbein 5:09
4. Nachtfahrt 6:30
5. Playing for you 3:58
6. Viel zu heiß 3:05
7. Normal 4:07
8. Paper stars 4:50
9. Luna Park 6:02
10. The Daily Blues   (Bonustrack nur auf der CD-Neuausgabe 2005) 5:04
Gesamtlaufzeit47:09


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 4)


"Nachtfahrt" präsentiert im Vergleich zu früheren Alben eine zum Teil völlig musikalisch gewandelte Band, die sich sehr deutlich dem damaligen Zeitgeist genähert hat. Nur noch selten wird die Leichtigkeit, die mitreißende Kunstfertigkeit der Vorgängeralben erreicht, vor allem der Einfluss der damals aufkeimenden Neuen Deutschen Welle ist augenscheinlich, gewisse Parallelen zu Spliff sind ebenfalls vorhanden.

Dies spiegelt sich zum einen in den teils von New Wave und moderaten Discoklängen durchzogenen Kompositionen, wie auch in den hauptsächlich deutschen Texten, wieder. Zwar heben sich Kraan musikalisch natürlich immer noch wohltuend von dem ab, was zu oft in Neuen Deutschen Unsinn abglitt, - groovender Fusion und jazziger Rock sind die Hauptessenzen der neun Lieder auf "Nachtfahrt" - doch müssen deutliche musikalische Einbußen in Kauf genommen werden, die somit nicht den Hörgenuss der 70er gewährleisten.

Anspieltipp(s): Wintruper Echo, Nachtfahrt
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2004
Letzte Änderung: 5.7.2004
Wertung: 7/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 4)


Kraan betonen immer wieder gern die Zeitlosigkeit ihrer Musik, und zweifellos ist an dieser Feststellung auch eine ganze Menge dran. Allerdings haben Hörer geliebte Organe, die sich Ohren nennen und die vom lieben Gott gehirnnah installiert wurden. Diese Organe sollte man sich bekanntlich nicht vorschnell abkauen lassen. Und sie vermelden: Es gibt auch Kraan-Musik mit bloß behaupteter Zeitlosigkeit.

Wer wissen will, wie sehr auch eine Band wie Kraan in den frühen 80ern ins Fahrwasser des Zeitgeists geriet, für den ist die LP "Nachtfahrt" wie gemacht. Es war ein Zeitgeist, in dem der Schwachsinn insbesondere in der Musikpresse absonderliche Blüten trieb. Nichts war zu dämlich, um nicht mit großer Geste notiert zu werden. Zum Beispiel, dass Bass-Soli nicht "modisch" seien und deshalb auf einer Platte tunlichst fehlen sollten. Aaah, ja. Schade, dass damals das Alphabet nicht gerade außer Mode war, das hätte einem manches erspart.

In diese Atmosphäre hinein produzierten Kraan "Nachtfahrt" - garantiert Bass-Solo-frei. Stattdessen gerieten einige Songs auf die Platte, die der Neuen Deutschen Welle nacheiferten. Die Texte, die man im Booklet mitlesen kann, gehörten dabei noch nicht mal zur schlimmsten Kategorie, aber musikalisch sind diese Nummern komplett sinnfrei und vollkommen steril. Langweilig ist ein gutes Wort dafür.

Mit anderen Tracks, etwa dem Wintruper Echo und dem Titelstück versuchte die Band stärker an bewährte Tugenden anzuknüpfen, aber so recht wollte auch das nicht zünden. Das Wintruper Echo z.B. wird erst auf der Live 88-CD richtig zum Leben erweckt. Auch der neue Schlagzeuger Gerry Brown brachte nicht wirklich Wirbel in die Bude. Und so ist "Nachtfahrt" ein geradezu unheimlich passender Titel für einen Trip durch eine musikalisch finstere Epoche.

Trotz des weniger edlen Inhalts kommt die Neuauflage der Platte bei Revisited Records mit der gleichen edlen Verpackung daher, wie ich es für Live 88 beschrieben habe. Die Ausstattung ist gewissermaßen die Vitrine für ein Zeitdokument, das nur als solches, aber nicht als musikalisches Highlight Interesse beanspruchen kann. Im 16-seitigen Booklet finden sich - im Gegensatz zu anderen CDs der Kraan-Deluxe-Edition - übrigens wieder ein paar Zeitungsausrisse (wie schon bei den früheren Kraan-Reissues auf Intercord). Leider fehlen genaue Quellenangaben. Obiges Zitat zum Thema Bass-Solo kann man hier aber finden.

Als Bonustrack wird mit "The Daily Blues" eine Solonummer von Gerry Brown beigesteuert, der darauf auch singt. Das Stück war ursprünglich für die LP vorgesehen und fällt daher im Sound nicht ab wie Bonustracks sonst so oft. Ansonsten ist es ordentlich, aber nicht von großem Belang.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2005
Letzte Änderung: 4.8.2005
Wertung: 6/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Trotz der beiden obigen Rezensionen hat der Sammlertick mal wieder über die Vernunft gesiegt, und so kenne ich nun auch Nachtfahrt. Der Kenner der Szene weiß, dass die meisten 70er Bands in den 80ern in kommerziellere Fahrwasser abdrifteten oder dies zumindest versuchten, und Kraan sind (leider) keine Ausnahme.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Band hier auch noch an die Anfang der 80er den Äther verseuchende "Neue Deutsche Welle" anzubiedern suchte, die just 1982 ihren (gottlob kurzen) "Höhe"punkt erreichte, um danach rasch wieder zu verebben. Stücke wie Faust 2000 oder Viel zu heiß brauchen sich neben Frl. Menke und Konsorten nicht zu verstecken. Nur gelegentlich blitzt etwas von der alten Spielfreude der Band auf, in den vorherigen Rezensionen wurden als Beispiele bereits das Titelstück und Wintruper Echo genannt. Letzteres finde ich im Gegensatz zu Ralf durchaus gelungen, es erinnert mich etwas an La Düsseldorf.

Ansonsten ist Nachtfahrt wirklich nur etwas für fanatische Sammler. Nichts gegen stilistische Änderungen, und auch die Aufnahme aktueller musikalischer Entwicklungen kann durchaus befruchtend sein - aber man muss halt aufpassen, dass nicht platte Anbiederung daraus wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2006
Letzte Änderung: 14.5.2006
Wertung: 6/15

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Von: Holger Grützner @ (Rezension 4 von 4)


Im Unterschied zu meinen Vorrezensenten halte ich die Zeit zwischen 1980 und 1983 nicht für den Tiefpunkt der Rockgeschichte, sondern ganz entschieden für einen ihrer Höhepunkte: Die ach so verschriene NDW gab dem mundtoten/messagelosen Krautrock die Sprache zurück! Lindenberg machte zwar den Slang schon vorher salonfähig, war aber bereits in den 70ern eher ein väterlicher Freund. Um 1980 herum explodiert endlich der Kommunikationsstau der Nach-68er: MEINER Generation. Plötzlich gibt es eben nicht mehr nur Degenhardt und Wader, sondern auch Hein und Schwebel, Humpe und Humpe, Pudelko, Witt, Mitteregger, Butzmann, Bargeld, Remmler undundund ... .

Originelles aus dem Alltag, frech, frivol, provokant, böse-bizarr, albern, absurd. Nie wieder sollte Radiohören so interessant sein wie damals! Leider, leider ging vielen von ihnen zu schnell die Puste aus. Einem genialischen Debut folgte oft schon die Outtakevermarktung.

Trotzdem war da mehr als uns unsägliche NDW Sampler heute suggerieren wollen: Den abgedrehten Zeitgeistchaoten verdanken Waggershausen, Danzer, Meinecke, Reichel, Maurenbrecher, HRK, Bap und at last der unvermeidliche Gröhlemeyer ganz gehörige Karriereschübe. Die Zeit war reif für deutsches Liedgut.

Und Kraan?

Die merken nicht, was los ist.

Die tourten damals seit mehr als 10 Jahren durch die Lande und kannten trotzdem keinen Kneipenphilosophen, der ihnen was Brauchbares auf ihre Kompositionen reimt? So stümpern sie selber und offenbaren: sie haben nichts mitzuteilen.

Am eindrucksvollsten wird das beim Track "Heiß". So heißt auch einer auf dem Debut der Nina Hagen Band. Auch dort ist es der mieseste Track des Albums, aber umgeben von Sensatiönchen wie "unbeschreiblich weiblich", "Reise nach Hamburg" und "Pank". Somit ist das Menue dort vollständig. Bei Kraan ist die Salatbeilage da, aber das Hauptgericht fehlt.

"Elfenbein" ist noch am inhaltsreichsten: "der Mond dreht sich das erste mal und scheint aufs Strahlungsfeld..." Mit der Apokalypse liebäugeln damals viele - und eben auch viel besser: "Kristalnaach"/Bap, "Die Wüste lebt"/Schilling, "Labyrinth"/Spliff, "die wilde 13"/Fehlfarben und natürlich nicht zu vergessen - das schönste One-Hit-Wonder Deutschlands: "Sodom und Gomorrah"/Acapulco Gold!

"Playin' for you/ is all we can do/we like to keep our attitude..." Eben. Track 5. Hätten se man bloß de Schnüß jehaale. Instrumental gesehen gehen sie nämlich einen ähnlichen Weg wie Stanley Clarke fast zeitgleich mit seiner "Hideaway"-LP und John McLaughlin mit den "Adventures in radioland".

Somit kommt es auf die Prioritätensetzung des Hörers an: Beliebt man die Platte in die früh-80er Fusionjazzpopsklerose einzuordnen, ist sie durch aus noch ganz ordentlich. .

Jedoch bedingt durch den deutschsprachigen Wortmüll in immerhin dreieinhalb Songs (mildernde Umstände für "Elfenbein") gehört die "Nachtfahrt" meiner Meinung nach nicht auf diese Seite der Medaille, sondern tatsächlich eher zu UKW, Prima Klima, Frl.Menke. Insofern stimme ich meinen Vorrednern durchaus zu.

"Hey, hey, hey Kraan war'n so hoch auf der Leiter! Doch dann fiel'n sie ab."

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2006
Letzte Änderung: 20.1.2013
Wertung: 4/15

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2003 Through 7.00 1
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