Hablo de una tierra
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Movieplay |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Carlos Carcamo |
Flute, Violin, Pianos, Mellotron, Clavicord, Acoustic Guitar, Vocals, Percussion |
| Juan Bona |
Drums, Percussion, Backing Vocals |
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| Antonio Garcià-Oteyza |
Bass |
| Michael Vortreflich |
Guitars |
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Gastmusiker
| José Luis Barceló |
Mandoline (Track 4) |
| Javier Huidobro |
Spanish Guitar (Track 2) |
| Antonio Renteria |
Spanish Guitar (Track 4) |
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| Manolo Sanlucar |
Spanish Guitar (Track 3) |
| Carlos Tena |
Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Granada
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6:25
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| 2. |
Rompiendo La Oscuridad
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5:32
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| 3. |
Hablo De Una Tierra
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6:34
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| 4. |
Nada Es Real
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5:00
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| 5. |
Es Le Momento De Oir Un Buen Rock
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6:38
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| 6. |
Algo Bueno
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6:07
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| Gesamtlaufzeit | 36:16 |
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Rezensionen

Eine Band, deren Gitarrist Vortreflich heisst, kann ja eigentlich keine schlechte Musik machen. Und in der Tat, schlecht ist die Musik der Madrilenen um Multiinstrumentalist Carlos Carcamo wirklich nicht. Klassischen, leicht angejazzten Prog machen die Spanier auf ihrem Debutalbum - "Hablo De Una Tierra - von 1975, geprägt von satten Mellotronflächen, seltsam-verzerrter E-Gitarre, Querflötenklängen, dezentem Gesang und gelegentlichen iberischen Akustikgitarreneinlagen.
Jazzrockig geht es mit "Granada es" los, mit perlendem E-Piano, gedämpft-verzerrter E-Gitarre (die man fast gar nicht als solche erkennt) und filigraner Schlagzeugbegleitung. Das würde ein wenig nach Canterbury klingen, wenn nicht die Mellotronstreicher wären und die kernigen, chembaloartigen Klänge eines Klavichords, die man bei den englischen Kollegen vergebends suchen würde. Nach diesem eher unspanischen Beginn sorgt dann eine Akustikgitarre, begeleitet von dezenten Mellotronstreichern, und eine Solovioline in "Rompiendo la oscuridad" für folkloristische Stimmung. Dazu gibt es etwas brüchigen, kastratigen spanischen Gesang. Nach einem rockigen Zwischenspiel von E-Gitarre und tulliger Flöte bringen Sänger, Gitarre und Flötist das Stück beschaulich zu ende.
Mellotronstreicher - von elegischen Flötenklängen begleitet - leiten "Hablo de una tierra" ein, zu denen sich eine Flamencogitarre gesellt. Das Stück entwickelt sich zu einem melancholischen Flamencoprogsong, der ein wenig an die Kollegen von Triana erinnert, allerdings nicht den entsprechenden expressiven Gesang aufweisst. Nach einem wasserplätschernden Zwischenspiel wird die Gitarre von einem Piano abgelöst, und es setzt dann doch Gesang ein, der aber eher blass und zurückhaltend bleibt, ehe wieder die Flamencogitarre zurückkommt und das Stück, von "Ha-ha-haaa-Chören" begleitet, flott zu Ende geht.
"Nada es real" beginnt mit etwas belanglosen, sambaartigen Klängen, die nach einer Strandbar an der Costa del Sol der 60er klingen, die von Wasserplätschern unterlegt sind. Nach eineinhalb Minuten schwingt das Ganze aber in einen mellotrongetragenen Song um, dominiert von Flöte und Akustiggitarre und etwas uninspiriertem LaLaLa-Chorgesang.
Schräg geht dann "Es es momento de oir un buen rock" los, es spielen - so scheint es - eben mal alle durcheinander. Nach kurzer Zeit entwickelt sich daraus aber schwungvoller, vom E-Piano dominierter Jazzrocker, der allerdings mit nicht so tollem, englischsprachigem Chorgesang versehen ist. Mit der einsetzenden Flöte entwickelt sich aber eine treibende, abwechslungsreiche Nummer.
Das letzte Stück - "Algo bueno" - beginnt als recht "normaler", fast belangloser Rocker mit ziemlich schrecklichem englischem Gesang. Daraus entwickelt sich aber schnell ein schwungvolles, wieder an Jethro Tull gemahnendes Stück mit schönen Soli von E-Gitarre und Flöte.
Eine nette Mischung aus Jazz, Rock und einem Schuss spanischem Folk bietet "Hablo de una tierra", dargeboten mit klassischem Proginstrumentarium, durchaus melodisch, nicht übermässig komplex oder anstrengend und recht abwechslungsreich. Der Gesang ist allerdings nicht immer sonderlich gelungen, und ich würde wohl nicht all zu viel vermissen, wenn man ihn - insbesondere die in Englisch gesungenen Abschnitte - einfach weggelassen hätte. Trotzdem, ein ordentliches Debut.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
9.8.2004 |
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Das Debütalbum der Spanier Granada bietet einen munteren Mix aus symphonischer Romantik, jazzrockiger Verspieltheit und folkiger Beschaulichkeit. Mit dem anmutigen Opener ?Granada? hat es die Band verstanden, in eleganter Melodieführung einen beeindruckenden Grundstein zu legen. Perlendes E-Piano, ätherische Gitarrenästhetik, sanft dahingleitende Mellotronteppiche und eine anspruchsvolle Rhythmik lassen einen fein gesponnenen Klangfluss entfalten.
Der quirlige Sympho-Jazzrock wird nachfolgend im Titel "Rompiendo la oscuridad" von einer balladesk-folkloristischen Feingliedrigkeit abgelöst. Sanftmütiger Mellotronklang umschlingt sich mit einem beschaulichen Nebeneinander von einer glasklaren Akustikgitarre und schmachtenden Geige. Die pastorale Atmosphäre wird aber durch einen unvermittelt auftretenden Uptempo-Part recht unsanft zerstört.
Im betörenden Titelsong "Hablo da una tierra" wird die romantisch-verklärte Linie wieder aufgegriffen. In beinahe schon himmlisch schöner Eleganz lassen schmachtende Mellotronfläche und folkloristische Gitarrenbrillanz den Hörer in eine symphonische Traumwelt entgleiten. Unbeschreiblich schön!
Nach einem dissonant-improvisierten Beginn leitet der Song "Es le momento de oir un buen rock" den insgesamt eher schwächeren Abschluss des Albums ein, der vor allem in den Gesangspassagen doch sehr auf eine quirlige Eingängigkeit getrimmt ist. Die an Jethro Tull erinnernden Flöteneinsätze wirken hier wohl kalkuliert und entsprechen nicht dem wahren Potential der Band. Selten ist einer Band zum Ende derart offensichtlich die Puste ausgegangen.
| Anspieltipp(s): |
Hablo da una tierra |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
9.2.2007 |
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