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STATISTIK
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Mekong Delta

The principle of doubt

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Aaarrg
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gordon "the machine" Perkins (=Jörg Michael) batterie, cymbals, gongs & metal
Keil (=Wolfgang Borgmann) lead & backing vocals, human noises
Rolf Stein (=Frank Fricke) lead & rhythmn guitar
Marc Kaye (=Uwe Baltrusch) lead guitar & backing vocals
Björn Eklund (=Ralph Hubert) bass, acoustic bass, acoustic & concert guitar

Tracklist

Disc 1
1. A Question Of Trust 3:34
2. The Principle Of Doubt 4:53
3. Once I Believed 4:32
4. Ever Since Time Began 4:36
5. Curse Of Reality 4:40
6. Twilight Zone 3:32
7. Shades Of Doom 4:20
8. The Jester 5:55
9. El Colibri 1:21
10. No Friend Of Mine 3:47
Gesamtlaufzeit41:10


Rezensionen


Von: Georg Heep


Dass Mekong Delta in ihren Anfangsjahren ein reines Studioprojekt mit selbstauferlegter Live-Sperre waren, hatte auch sein Gutes. So fielen die ansonsten obligatorischen Monate "on Tour" weg, und die Band hatte jedes Jahr genug Zeit, neue Stücke auszuarbeiten und ein weiteres Album zu veröffentlichen. Zählt man die beiden in den ersten Jahren herausgekommenen EPs noch hinzu, verkürzen sich die Abstände zwischen den Veröffentlichungen sogar noch.

Jedes Jahr eine neue LP. Dass muss aber nicht unbedingt nur von Vorteil sein, zumindest führt es auf Kritikerseite offensichtlich zu einer gewissen Ermüdung. So kam das dritte Mekong Delta-Album, "The principle of doubt", bestimmt auch deshalb in der Fachpresse schlechter weg als sein Vorgänger, weil den Rezensenten einfach so schnell nichts Neues einfallen wollte. In einer solchen Situation scheint man einer Band dann lieber vorzuwerfen, sich "zu wiederholen" - um es selber nicht tun zu müssen. Zugegeben, auch mir gefallen Vorgänger und vor allem Nachfolger um einiges besser, aber fehlende musikalische Weiterentwicklung kann man Mekong Delta eigentlich zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere vorwerfen.

Einer der Knackpunkte bei "The principle of doubt" ist wohl eher, dass irgendwo auf diesem Album die unsichtbare Grenze überschritten wurde, hinter der man nicht mehr Thrash-Metal mit progressiven Elementen, sondern schnellen Progressive Metal mit harten Thrash-Metal-Gitarren spielte. Das hört sich dann irgendwie "so ähnlich" wie früher an, ist aber doch zuerst einmal schwerer zugänglich und gerät somit schnell in den Verdacht, "schlechter" zu sein. Vielleicht tappe ich ja selbst in diese Falle, wenn ich mich mit mehreren Stücken auf "The principle of doubt" ("Once I believed", "Shades of Doom" und vor allem "No friend of mine") nicht anfreunden kann.

Dabei waren Mekong Delta in dieser Phase immer noch erheblich zugänglicher als Watchtower oder die andere wichtige deutsche Progmetal-Band, Sieges Even, die im Jahr zuvor mit ihrem Debut Life Cycle gleich mal auf Watchtower-Niveau in den Ring gestiegen war. Für diese Form des Frickel-Metals spielten Mekong Delta im Übrigen auch immer noch zu schnell. Außerdem nahmen sie geschickt als Gegengewicht zu den komplexeren Liedern einige sehr eingängige Momente wie das apokalyptisch die Ruhe vor dem Sturm beschwörende "Curse of reality" oder die Halbballade "The jester" auf die Platte.

Wieder ganz anders ist das rein instrumentale Stück "Twilight Zone". Es basiert auf dem Thema der bekannten Fernsehserie (genauer gesagt ihrer zweiten Staffel) und hat ähnlich den von Mekong Delta so geliebten Mussorgsky/Ravel-Stücken eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In seiner ursprünglichen Form setzt es sich aus zwei kurzen Motiven des zu Beginn des Jahres 2004 verstorbenen rumänischen Komponisten Marius Constant zusammen. Später wurde es von Stu Philipps orchestral variiert, um dann schließlich von Mekong Delta für Band und Orchester nochmals umgeschrieben zu werden.

"El colibri" schließlich ist die Bearbeitung einer kurzen Gitarrenkomposition des Argentiniers Julio Sagreras (1879-1942) und gibt Aufschluss darüber, dass nicht erst seit 1989 an der Gitarre gefrickelt wird.

Alle diese unterschiedlichen Stücke zusammengenommen ist "The principle of doubt" zwar nicht das gelungenste aber mit Abstand das zu diesem Zeitpukt vielseitigste Album der Band und genau hiermit läßt sich dann auch der schwierigere Zugang am Besten begründen.

Gleichbleibend interessant sind jedoch die Texte von Mekong Delta. Sechs der zehn Stücke auf der CD gehören entweder einem "Cyberpunk" betitelten Zyklus an oder vertonen Kapitel aus "The chronicle of doubt". Über die literarische Vorgabe von "Cyberpunk" ist mir nichts bekannt, es gibt wahrscheinlich gar keine. Die "The chronicle of doubt"-Stücke beschäftigen sich inhaltlich mit dem auf deutsch "Die Chroniken von Thomas Covenant" genannten Fantasy-Zyklus von Stephen Donaldson. Die Hauptfigur der insgesamt sechs Bände wird zu Beginn der Geschichte von zwei Schicksalsschlägen aus der Bahn geworfen. Zum einen erkrankt er an Lepra (im 20. Jahrhundert!) und wird daraufhin zum Ausgestoßenen. Als ob dies noch nicht genug wäre, versetzen ihn unbekannte Mächte nur wenig später auch noch in eine Fantasywelt. Dort ist er plötzlich wieder voll funktionsfähig, und die versammelte Fantasywesen-Meute drängt ihn, die klassische Heldenrolle zu übernehmen. Der gute Covenant macht aber seinem Vornamen alle Ehre, glaubt nicht an Realität und Relevanz seiner neuen Umgebung und hat auch abgesehen davon überhaupt keinen Bock darauf, den Weltenretter zu spielen. Ich möchte nicht verhehlen, dass die Bücher trotz dieser eigentlich spannenden Ausgangsposition zumindest in der deutschen Übersetzung so mit das Langweiligste sind, was ich je gelesen habe. Vielleicht konnte ich mich dann doch nicht mit einer Hauptfigur anfreunden, die "drüben" angekommen erst einmal ein Mädchen vergewaltigt und in einem späteren Band mit seiner dabei gezeugten Tochter etwas anfängt ... nun gut, die Geschmäcker sind verschieden, und im Mekong Delta Lager scheint man eher Gefallen an Thomas Covenant und seinem Kampf gegen sich selbst und "Lord Foul" (kein Kommentar ...) zu finden. Nicht nur die vier Tracks von "The principle of doubt", sondern auch ein Großteil des späteren "Visions fugitives"-Album beschäftigen sich mit diesem Thema. Der vierte Band des Covenant-Zyklus trägt übrigens den Titel Wounded land und hat auch so seine Fußabdrücke in der Prog Metal-Geschichte hinterlassen.

Anspieltipp(s): The principle of doubt
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.12.2004
Letzte Änderung: 13.12.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mekong Delta

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1987 Mekong Delta 11.00 1
1988 The music of Erich Zann 13.00 1
1990 Dances of death (and other walking shadows) 14.00 2
1992 Kaleidoscope 12.00 1
1993 Classics 10.00 1
1993 Live at an exhibition 9.00 1
1994 Visions fugitives 11.00 1
1996 Pictures at an exhibition 4.00 1
2007 Lurking Fear 12.00 1
2010 Wanderer On The Edge Of Time 14.00 1
2014 In A Mirror Darkly 12.50 2

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