Endgame
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Bert Heinen |
Instruments, Vocals, Compositions, Artwork, Mastering |
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| Mark-Jeroen Heek |
Instruments, Vocals, Compositions, Artwork, Mastering |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Mock Me!
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10.54
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| 2. |
Radioactive Girl
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6.40
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| 3. |
Subs
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5.29
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| 4. |
Seventeen
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8.15
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| 5. |
Money For Monkey's
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6.17
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| 6. |
Moria
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8.33
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| 7. |
Endgame
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9.38
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| Gesamtlaufzeit | 55:46 |
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Rezensionen

Ich mich bisher zu allen Alben von Like Wendy geäußert, und nicht alle meine Worte waren zartfühlend, obwohl ich mich als NPWE bemüht habe, seiner Musik möglichst viel Positives abzugewinnen. Und das fällt mir zwar anhand von "Endgame" leichter als je zuvor; dennoch tue ich mich etwas schwer damit, das Album zu beschreiben.
Die frühen Veröffentlichungen von Like Wendy machten es mir leicht, denn das Urteil tendierte immer in eine bestimmte Richtung, und die hieß für mich: 'Für Hardcore-NPWEs mag das was sein, aber wen dieser Begriff schon skeptisch macht, der ist kein Hardcore-NPWE und sollte einen großen Bogen um diese Musik schlagen.'
Jetzt ist das aber nicht mehr so einfach: Bert Heinen und sein neuer Kompagnon präsentieren Neues. Schon das Vorgängeralbum "Homeland" hatte an ganz wenigen Stellen kurze Überraschungen geboten, wenn sich auch das Gesamtergebnis für meinen Geschmack nicht stimmig zusammenfügen wollte. Das hat sich auf "Endgame" in einem sehr erfreulichen Sinne geändert: die Musik ist jetzt wie aus einem Guss, wobei die Zutaten trotzdem etwas seltsam anmuten, wenn man von den gängigen Begriffen ausgeht - Elemente des New Artrock stehen nicht nur neben Neoprog; es werden sogar deutliche Retro-Kurse eingeschlagen. Die Kunst der beiden Musiker scheint vor allem darin zu liegen, dass sie daraus tatsächlich ein Ganzes kreieren können. Und das gelingt ihnen m.E. vor allem deshalb, weil sie mit einer beneidenswerten Unbefangenheit an die Aufgabe herangehen:
Schon der Opener "Mock me!" ist ein repräsentatives Beispiel dafür: die Vokalmelodie lässt mich an frühe Porcupine Tree denken, dann hört man aber ein Mellotron dazu und zugleich den gedehnten Sound einer liegenden Gitarre in der Art, wie sie Steve Hackett in der "Spectral Mornings"-Phase benutzt hat. Nicht lange danach folgen ein Flötenklang und eine harfenartig klingende Akustikgitarre, die sich mit dem Bass unterhält, und schon sind wir vorübergehend im Klangbild der frühen Genesis.
In den folgenden Songs gibt es weitere Überraschungen: "Radioactive girl" hat einen Refrain, der leicht an Galahad erinnert (und zugleich an Porcupine Tree, so seltsam das erscheinen mag), und eine Passage, in der wir herunternieselnde Keyboard-Kaskaden hören, die ganz ähnlich von Mostly Autumn in "Porcupine rain" eingesetzt worden sind. Gelegentlich überfällt den Hörer auch noch hier und da ein Keyboard im Neoprog-Stil; "Money for monkeys" bietet sogar eine Gitarre, die fast wie ein Neoprog-Keyboard klingt - bis sie auf ein echtes Keyboard trifft!
Mit diesen Beispielen will ich sagen, dass der Hinweis auf New Artrock m.E. nicht genügt, um ein passendes Bild von diesem Album zu vermitteln. Und das ist gut so, denn auch der Stachelschweinbaum ist nicht der Baum der Erkenntnis, und es beruhigt mich, dass Bert Heinen für seine musikalische Weiterentwicklung nicht einfach nur eine Inspirationsquelle gegen andere austauscht. Dennoch bedient er sich natürlich weiterhin bei diversen Vorbildern, aber - wie ich schon sagte - so unbefangen und entkrampft wie selten.
Schön ist auch die leicht retro-orientierte Produktion gelungen; vor allem das Schlagzeug kommt im guten alten 70er-Stil aus den Boxen, und viel Sorgfalt wurde darauf verwendet, die Stereo-Breite voll auszunutzen, wenn z.B. zwei Gitarren zugleich zu hören sind oder die Gitarre kontrastiv gegen das Mellotron gesetzt wird.
So weit die Beschreibung der neuen und etwas anderen Seite von Like Wendy. Ich halte es nicht für übertrieben, dieses Album als das bisher beste von Bert Heinen zu bezeichnen; ich hoffe sogar sehr, dass der Albumtitel "Endgame" nicht womöglich andeuten soll, dass hiernach Schluss ist, so nach dem Motto: 'Wenn's am schönsten ist'? Immerhin ist jetzt endlich ein Like-Wendy-Album entstanden, das neugierig darauf macht, wie es musikalisch weitergehen könnte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Als würden The Amber Light plötzlich Retroprog spielen. |
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| Veröffentlicht am: |
13.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.3.2012 |
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"Das Ende der Langeweile", so könnte durchaus die Überschrift des sechsten Longplayers von Like Wendy alias Bert Heinen lauten.
Schließlich beschränkte sich der Holländer seit dem ersten Album darauf, Bands wie Marillion, Barclay James Harvest, Pendragon oder Alan Parsons, über all die nachfolgenden Alben hinweg, musikalisch zu zitieren. Kennt man eine Scheibe, so kennt man eigentlich alle. Irgendwie scheint das sogar Bert Heinen zu langweilig geworden zu sein, denn "Endgame" macht größtenteils Schluss mit den ewigen Selbst- und Fremdzitaten.
Klar, Like Wendy bleibt auch weiterhin Like Wendy und Neoprog bleibt Neoprog, doch oder gerade wegen der Beteiligung eines zweiten Mannes (Mark-Jeroen Heek), kommt eindeutig mehr Leben in die Bude. Der Sound ist rauer und gleichzeitig traditioneller geworden, der Kitsch ist bis auf ein Minimum reduziert, und die oftmals zu simpel wirkenden Melodien sind ebenfalls so gut wie verschwunden. Aber es sind besonders die New-Artrock-Gepflogenheiten die dem neuem Album mehr Impulse verleihen, und dadurch die Musik um einiges wendiger, vielschichtiger und kreativer wirken lassen.
So hat man es dann auch geschafft ein wirklich ordentliches und eigenständiges Album einzuspielen, versehen mit einer rundum sehr professionellen Produktion. Ich denke einmal dass "Endgame" alle Neoprogfans mehr als zufrieden stellt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
18.10.2007 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Like Wendy
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