Never before / Never again
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenproduktion |
| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Albert Leibel |
vocals |
| Alexander Ghezzo |
guitars |
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| Michael Ghezzo |
drums |
| Victor Gabriel |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Do you feel free now
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4:26
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| 2. |
Never before / Never again
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4:58
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| 3. |
Neurotic nightmare
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4:26
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| 4. |
Pity you
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5:27
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| 5. |
Wedding day
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4:33
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| 6. |
Nothing of more importance
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4:26
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| 7. |
If it wasn't
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6:03
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| 8. |
The finest
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4:15
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| 9. |
The worst is over yet
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4:26
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| 10. |
I want you
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4:04
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| Gesamtlaufzeit | 47:04 |
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Rezensionen
Von: Georg Heep (Rezension 1 von 2)

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung von "Between arrival and departure" lassen die Österreicher mit dem großen X im Namen wieder von sich hören. "Never before / Never again" heißt das mittlerweile vierte Album von conXious, das erste mit dem im letzten Jahr neu zur Band hinzu gestoßenen Sänger Albert Leibel.
Vieles von dem, was ich über das Vorgänger-Album geschrieben habe, trifft auch auf "Never before / Never again" zu. Mit dem Wechsel am Mikro hat sich allerdings einer meiner größten Kritikpunkte von damals bereits erledigt. Der neue Sänger macht seine Sache über die komplette Laufzeit der CD hin gesehen recht gut, für mein zart-besaitetes Prog-Ohr lässt er jedoch gerade im ersten Lied zu sehr den derben Straßenrocker heraushängen.
Aber selbst mit neuem Mann am Mikro und "live" bestimmt "eine Bank" werfen die Tonträger der Band aus Wien auch weiterhin die Frage auf, ob diese Musik "jetzt einfach nur gutgemachter Rock" oder schon "Prog" ist. Löst man sich vom Schubladendenken, gilt es zuerst einmal festzuhalten, dass das neue Album mehr Spaß macht als das alte. Verantwortlich hierfür scheint mir eine Entwicklung hin zu geradlinigeren und dabei (Überraschung!) besseren Songs zu sein. Konnte "Between arrival and departure" erst nach mehrmaligem Hören die Vorzüge der Band (insbesondere das Gitarrenspiel von Alexander Ghezzo) zum Vorschein bringen, so springt einem der bunte Strauß lebenslustiger bis melancholischer Hardrock-Songs auf "Never before / Never again" - von Ballade bis zur aggressiven "Meine Ex kann mich mal"-Hymne ist alles dabei - sehr viel direkter ins Ohr.
Aber zurück zu den Schubladen: Während ich vor zwei Jahren noch händeringend versuchte, die Band irgendwo zwischen Melodic Rock und NeoProg einzuordnen, scheint mir mittlerweile die eine Kategorie unpassender und fehlleitender als die andere zu sein. "Never before / Never again" enthält weder fürs Radio durchgestylte 08/15-Rocker ohne schräge Töne, noch verträumte Klanglandschaften mit einem Hauch 80er. Für letztere fehlt der Band (zum Glück) ganz einfach auch der Keyboarder. conXious klingen erdig, aber nicht banal, heben sich leicht von der Masse ab, ohne jedoch abgehoben zu wirken. Spannender eigener Stil mit Zukunft oder hoffnungslos zwischen die Stühle gesetzt? Schwierig zu sagen.
Wagt man dennoch das Fazit, dass conXious mit "Never before / Never again" eine durchaus gelungene, detailverliebte Underground-Rock-Scheibe gelungen ist, so ist der zusätzliche Hinweis unabdingbar, dass die CD einem Prog-Hörer nur wenig bieten kann. Eindeutig progressive Elemente kommen nämlich erst gegen Ende der CD zum Vorschein (in den Stücken "If it wasn`t" und "The worst is over yet"), zuvor trennen conXious eigentlich nur das kreative Gitarrenspiel und ein der Musik (mainstream-untypisch) Tiefe gebender Bass von einer normalen Rock-Band, wobei sich beide Instrumente so unauffällig ins sonstige Geschehen einfügen, dass sie den Stil der Band gerade nicht prägen (sollen).
Dunkel erinnern mich die Österreicher an die deutsche Band Terry Hoax, die damals in den 90ern auch niemand in die Prog-Ecke steckte. Schöne Musik haben die trotzdem gemacht?
| Anspieltipp(s): |
If it wasn't |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
21.9.2005 |
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Was verbindet eigentlich Hardrock mit Prog? Wenn ich etwa mein angestaubtes Sachlexikon Rockmusik von Tibor Kneif aus dem Jahr 1978 aufschlage, erfahre ich, dass für ihn Hardrock zunächst einmal allgemein eine der immer wiederkehrenden, ?nie versiegenden Strömungen innerhalb von Rock? ist. Dabei werden von Kneif die Begriffe Hardrock und Heavy Metal synonym gebraucht. Zur ?nie versiegenden Strömung? des Hardrock zählt für ihn etwa Rock?n?Roll, Beat und Punk. So verstanden ist Hardrock quasi das gerade Gegenteil von Prog, da in ihm das Wilde, Urwüchsige einseitig dominiert.
Hiervon unterscheidet der Musikwissenschaftler Kneif den historischen Hardrock, wie er sich gegen Ende der 60er Jahre konkret gegen die ?Überfeinerung? der Psychedelic-Welle mit Bands wie MC 5, Stooges, Blue Cheer oder Led Zeppelin herausbildete. Es gibt natürlich auch Beispiele dafür, dass sich aus der Psychedelic heraus ein psychedelischer Hardrock entwickelte, wie er etwa auf Deep Purple in Rock klassisch zu hören ist.
Wie auch die Verbindung von Prog und Metal im Progmetal lehrt, kann durchaus Gegensätzliches verbunden werden und zu z.T. interessanten Ergebnissen führen, d.h. zu einer Artifizierung des Metal, die ihn im günstigsten Fall dennoch nicht seiner Aggressivität beraubt.
Never Before/Never Again von ConXious klingen nun etwa so proggig wie die ebenfalls gitarrendominierten progressiven Hardrocker King?s X oder deren Ableger Jelly Jam. Trotz eines im Vergleich zum Vorgängeralbum frischeren Sounds erreichen sie aber nicht die Modernität von etwa A Perfect Circle. Im Vergleich zum Vorgängeralbum wurden die artrockigen Ansätze zugunsten von mehr musikalischer Transparenz zurückgefahren ? gleichwohl scheinen sie immer noch durch. Der Gesang wirkt angenehmer, weniger sperrig als auf dem Album Between Arrival and Departure. Dafür kommt jetzt verstärkt Melodic Rock zum tragen, der nun auf mainstreamigere Weise die Aggressivität des Hardrock mildert. Damit wird insgesamt allerdings auch eine gewisse Nivellierung des Sounds erzielt. Positiv hervorzuheben ist aber wieder besonders die Leistung von Alexander Ghezzo, der auch den neuen, gradlinigeren Klang von conXious mit kunstvollem Gitarrenspiel zu veredeln versteht.
| Anspieltipp(s): |
Never Before, The Worst is over yet |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.10.2005 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von conXious
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