Theatre Royal Drury Lane 8th September 1974
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robert Wyatt |
Vocals |
| Dave Stewart |
Keyboards |
| Laurie Allan |
Drums |
| Hugh Hopper |
Bass |
| Fred Frith |
Violin, Guitar, Viola |
| Mongezi Feza |
Trumpet |
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| Gary Windo |
Reeds |
| Mike Oldfield |
Guitar |
| Julie Tippets |
Voice, Keyboards |
| Nick Mason |
Drums |
| Ivor Cutler |
Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Introduction by John Peel
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2:18
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| 2. |
Dedicated To You But You Weren't Listening
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1:36
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| 3. |
Memories
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3:58
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| 4. |
Sea Song
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9:13
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| 5. |
A Last Straw
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4:38
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| 6. |
Little Red Riding Hood Hit The Road
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6:42
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| 7. |
Alife
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4:28
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| 8. |
Alifib
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6:24
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| 9. |
Mind Of A Child
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5:26
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| 10. |
Instant Pussy
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4:22
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| 11. |
Signed Curtain
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4:42
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| 12. |
Calyx
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3:19
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| 13. |
Little Red Robin Hood Hit The Road
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6:12
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| 14. |
I'm A Believer
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7:36
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| Gesamtlaufzeit | 70:54 |
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Rezensionen

Viele Konzerte hat Robert Wyatt nicht mehr gegeben, nachdem er 1973 aus einem Fenster gestürzt war und sich eine Querschnittslähmung zugezogen hatte. Genau genommen ist er danach nur ein einziges Mal vor Publikum aufgetreten, bis heute. Dieses eine Mal war am 8. September 1974 und fand in London statt, im Royal Theatre an der Drury Lane. Auf den Tag genau 31 Jahre und ein Monat später lausche ich nun den damals von irgendwem mitgeschnittenen Aufnahmen und versuche eine Rezension dazu zu schreiben. Ein wenig ist dieses Konzert zur Legende geworden, zumindest unter Canterbury-Freaks. Bootlegs davon geistern schon seit langem durch die Plattensammlerwelt, nur eine offizielle, von Wyatt abgesegnete Veröffentlichung gab es bisher nie. Das hat sich nun geändert. Jemand von Hannibal/RykoDisc hat sich auf die Suche nach den alten Originalbändern gemacht, diese gefunden, Robert Wyatt dazu überredet, sie herauszubringen, hat die Bänder abmischen und remastern und schließlich auf CD pressen lassen. Das Ergebnis dreht sich nun in meinem CD-Player: "Robert Wyatt & Friends - Theatre Royal Drury Lane 8th September 1974".
Zum Klang! Der ist hervorragend, zumindest auf den ersten 9 Titeln. Die Originalbänder des Rests des Konzertes sind verloren gegangen und wurden vermittels verschiedener, offenbar noch vorhandener Soundboardmitschnitte rekonstruiert. Ab "Instant Pussy" wird der Sound daher etwas schlechter, gibt es ein paar Störungen und Tonschwankungen. Trotzdem ist auch die Klangqualität dieses Teils des Konzertes für eine Aufnahme von 1974 sehr gut. Unter den verschiedenen Archiv-Liveaufnahmen diverser Prog-Grössen der 70er Jahre, die in den letzten Jahren auf CD erschienen sind, würde ich "Theatre Royal Drury Lane 8th September 1974" daher in die Gruppe der Mitschnitte einordnen, die man mit dem Beiwort "exzellent" schmücken kann.
Zur Musik! Geboten wurden an diesem Abend im September alle Stücke von "Rock Bottom", welches damals gerade erschienen war. Dazu gibt es noch einige Nummern von der ersten LP von Matching Mole ("Dedicated", "Instant Pussy" und "Signed Curtain"), Phil Millers "Calyx" (von der ersten LP von Hatfield and the North), das unverwüstliche "Memories" und das Neil Diamond-Cover "I'm A Believer". Zusätlich trägt Julie Tippetts noch ihr Lied "Mind Of A Child" vor, welches 1975 auf ihrem Album "Sunset Glow" auftauchen sollte.
Zu den Musikern! Neben Wyatt traten - der Titel der CD drückt dies schon aus - eine ganze Reihe von Freunden auf. Darunter Hugh Hopper, Dave Stewart, Mike Oldfield und Fred Frith. Bis auf Hopper, Stewart und den Schlagzeuger Laurie Allen tauchen diese aber nicht in jedem Stück auf. Gary Windo versieht z.B. nur "Alife" mit seinem ausgesprochen bizarren Saxophonspiel, während Mongezi Feza nur in "Little Red Riding Hood Hit The Road" an der Trompete zu hören ist. Fred Frith übernimmt die Gitarre (und Violine bzw. Viola) in den ersten 5 Nummern, danach ist Oldfield am 6-Saiter tätig. Im Verlauf des letzten Stücks, "I'm A Believer", dürfen aber alle "Friends" noch einmal kurz mitmachen.
Zum Album! Sehr canterburesk-jazzig ist die Musik auf "Theatre Royal Drury Lane 8th September 1974" geraten, was vor allem an den dominierenden Rollen liegt, die Hopper und Stewart in diesen Aufnahmen zukommen. Deren brummig-blubbernder Bass und das perlende E-Piano sorgen dafür, dass das Ganze fast nach einem Hatfield and the North-Konzert klingen würde, wenn nicht Wyatts typischer Gesang und seine Stimmeskapaden wären. Eher getragen geht es zu auf diesem Album, doch wird sehr intensiv und packend musiziert, und mitunter wird die Musik auch ziemlich wüst und schräg (in "Alife" und "Little Red Robin Hood Hit The Road" z.B.). Dazwischen ruht, wie ein kleiner Diamant, der Song von Julie Tippetts, den sie alleine, sich selbst am Piano begleitend vorträgt ("Mind Of A Child"). Offenbar hat sie damals im Konzert noch einige weitere Stücke gespielt, darunter auch ein Duett mit Wyatt, die aber dem CD-Zeitlimit zum Opfer gefallen oder deren Bänder verlorengegangen sind. Alles in allem atmen diese Aufnahmen durchaus die seltsame, hypnotisch-wahnsinnige Atmosphäre, die auch den Art-Rock von "Rock Bottom" prägt, kommen aber - wie gesagt - etwas jazzrockiger herüber.
Ja, was soll ich noch schreiben? Für Canterbury-Liebhaber und Fans von Robert Wyatt ist diese tolle CD ein Muss. Die Scheibe ist nicht nur ein historisches Dokument, sondern bietet zudem wunderbare Musik in sehr gutem Live-Klang. Kaufen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
25.5.2006 |
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