Rhetoric
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
F2 Records |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Mark Colton |
Vocals & Percussion |
| Jim Murdoch |
Bass & Backing Vocals |
| Martin Meads |
Drums |
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| Mike Varty |
Keys, Violin & Backing Vocals |
| Tim Birrell |
Electric & Acoustic Guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Skintrade
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6:52
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| 2. |
Turn The Gun
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6:55
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| 3. |
From The Cradle...
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7:25
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| 4. |
...to The Grave
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11:54
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| 5. |
The Letter
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7:46
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| 6. |
The Game
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11:39
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| 7. |
Too Late...
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6:46
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| 8. |
...to Say Goodbye
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4:41
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| 9. |
Seems Like Yesterday
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5:40
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| Gesamtlaufzeit | 69:38 |
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Rezensionen

F2 Records haben sich ja bis jetzt v.a. mit (Wieder-)Veröffentlichungen aus dem Umkreis des umtriebigen Rob Reed (u.a. Cyan, Magenta, The Fyreworks...) einen Namen gemacht. Mit ihrem Comebackalbum hat sich aber mit Credo mal wieder eine neue Band unter die Fittiche des Labels begeben, und, soviel sei vorab gesagt, "Rhetoric" reiht sich relativ nahtlos in das recht hochwertige, wenn auch nostalgische Portfolio ein. Orientieren sich allerdings Cyan oder Magenta eher an den Größen der 70er, so sind Credos Einflüsse offensichtlich v.a. ein Jahrzehnt später zu finden.
Und wenn sich Cyan v.a. von Genesis inspirieren lassen, dann kann man ja mal raten, was wohl in diesem Fall der Haupteinfluss war - allzu schwer ist das natürlich nicht wirklich, Marillion dürften einem sofort in den Sinn kommen. Und damit liegt man auch nicht wirklich falsch, lässt "Rhetoric" doch mit Keyboard-Fanfaren und singenden Gitarren sofort heimische Gefühle bei einem Teilzeit-NPWE wie mir aufwallen. Passend zu diesen Eindrücken auch der typische dramatische Gesang von Mark Colton, der durchaus deutliche Vergleiche mit Fish (aber nicht so exaltiert), Stu Nicholson (aber "kantiger") oder Paul Wrightson (passt vielleicht noch am ehesten) zulässt - und im übrigen wirklich klasse ist.
Als gutes Beispiel für den Stil des Albums kann dabei gleich der Opener "Skintrade" gelten, ein NeoProg-Gassenhauer der wirklich guten Sorte. Immerhin kann sich das Album hier gleich textlich vom NeoProg-Einerlei abheben, indem es nicht um Einhörner und Schachbretter geht, sondern um die Abgründe der Pornoindustrie... Eh, Moment, wie, wat? Sex und Progger? Da war doch bestimmt ein Ghostwriter am Werk? Oder sollte der Pr0gB0t im [progrock-dt]-Chat (Chatkanal #progrock-dt im Quakenet) mit seinem "Kein Progger weiß, was das ist" etwa doch Unrecht haben? Öhm, ja, wo war ich - ach ja, Musik, Credo...
Nachdem der erste Track ja schon angedeutet hat, dass Credo den geneigten NeoProgger hier durchaus mit hochwertiger Kost beglücken können, vermögen die folgenden Songs diesen ersten Eindruck zu bestätigen. Ob das rockigere "Turn The Gun", der Doppel-Longtrack "From The Cradle To The Grave", der sich von einer ruhigen Ballade zu einem typischen NeoProg-Epos entwickelt, das verbitterte "The Letter" (beim dem Colton mMn am Ende growlen sollte) oder der typische Longsong "The Game": Ausfälle lassen sich eigentlich nicht feststellen. An einigen Stellen wird sogar tatsächlich mal gemäßigt losgefrickelt, auch wenn das mMn noch wesentlich öfter gemacht werden dürfte...
So kann ich eigentlich nur in wenigen Punkten Kritik an "Rhetoric" üben. Zwei der Kritikpunkte sind dabei seit langem eine Crux des NeoProg: Es wird leider nicht allzu viel Neues geboten, und die Klangfarben der Keyboards sind auch nicht wirklich immer stilsicher gewählt. Allerdings muss man feststellen, dass Mike Varty - bekannt u.a. von Janison Edge und als Live-Keyboarder bei Shadowland - doch eher selten richtig danebengreift, und irgendwo gehört zum NeoProg ein bestimmter Keyboardsound halt dazu. Ist beim RetroProg ja nicht wesentlich anders... Zudem könnte man noch anmerken, dass das Album mit gut 70 Minuten Musik reichlich gefüllt ist. Vielleicht etwas zu reichlich, wissen doch die letzten Stücke mich nicht mehr wirklich mitzureißen, obwohl keineswegs schlecht.
Trotz der der durchaus angebrachten Kritik ist Credo mit "Rhetoric" aber definitiv einer der besseren NeoProg-Outputs gelungen. Man kommt zwar nicht ganz an die letzten Alben von Arena oder IQ heran, kann aber zumindest Pendragon deutlich hinter sich lassen und somit ist eine Empfehlung an alle NPWEs durchaus berechtigt. Wer mal wieder Lust auf Hochglanz-NeoProg hat, darf ohne Reue zugreifen, da auch Können der Mucker und Produktion (bis auf das typische "Thin-Ice-Manko" - es könnte etwas mehr rummsen) wenig zu wünschen übrig lassen.
| Anspieltipp(s): |
Skintrade, The Letter, The Game |
| Vergleichbar mit: |
Marillion, Arena, IQ |
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| Veröffentlicht am: |
13.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
27.10.2005 |
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