X Position Vol. 2
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Marvel Of Beauty Records |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Robin Taylor |
Voice, Stringman and all other instruments |
|
|
Gastmusiker
| Jan Fischer |
Voice, Stringman, Harmonica |
|
| Mads Hansen |
Drums (Tracks 9,10) |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Drogdensgade
|
5:37
|
| 2. |
Svaneklint I
|
2:27
|
| 3. |
Finanslovsforslag
|
3:24
|
| 4. |
Operette
|
0:35
|
| 5. |
RME
|
3:54
|
| 6. |
Ude Og Hjemme
|
7:31
|
| 7. |
Metal Pa Metal
|
2:45
|
| 8. |
Arkitekter
|
7:19
|
| 9. |
Svaneklint II
|
6:47
|
| 10. |
Flimmerland
|
6:21
|
| Gesamtlaufzeit | 46:40 |
|
|
Rezensionen

"So at last here it is ... my much delayed debut"
So schreibt Robin Taylor im Beiheft seiner neunten Solo-CD. Aufgenommen haben Taylor und sein Jugendfreund Jan Fischer die auf "X Position Vol. 2" zu findenden Stücke 1985. Die Nummern verschwanden dann aber erst einmal in der Schublade. 2004 kramte Taylor das Material wieder hervor, bereitete es klanglich auf und ergänzte es um neue Aufnahmen. Nach 20 Jahren erscheint nun das Album so, wie es sich Taylor damals vorgestellt hatte, es aber aufgrund seiner begrenzten Mittel nicht verwirklichen konnte. Die CD ist somit, wie Teil 1 der X Position-Serie (ich vermute einmal, das noch weitere Titel folgen werden), eine Art Archivveröffentlichung. Diesmal also das verspätete Debut von Robin Taylor (und Jan Fischer).
Taylor selbst bezeichnet die Scheibe im Begleittext, von dem eingangs schon ein Stückchen zitiert wurde, als "strange". Nun, etwas seltsam ist das Ganze schon. Sehr tastenlastig ist das Gebotene, wobei aber auch einige Gitarrensoundscapes auftauchen. Man hört einen druckvoll produzierten, leicht jazzigen Instrumentalprog mit Hang zu ambientartigen Elektronik-Klangbildern. Das Ganze ist aber durchaus rhythmisch geformt. In den letzten drei Stücken kommt auch ein Schlagzeug zum Einsatz. Der Mittelteil der CD (die Tracks 3-8) bietet aber noch mehr bzw. etwas anderes. "Finanslovsforslag" z.B. ist eine eigenartige Aneinanderreihung von verschiedenen, mitunter elektronisch verfremdeten Sprachfetzen und Gesangsfragmenten. Dazu scheint jemand eine E-Gitarre auseinander zu bauen, ohne dieselbe vorher vom eingeschalteten Verstärker gestöpselt zu haben. "RME" bietet schräge Fröhlichkeit und wagt sich dabei in RIO-Gefilde vor. Mit "Ude Og hjemme" wird es noch bizarrer. Das Stück stellt wohl eine Art von Hörspiel dar. Zu minimalistisch-schwebenden, getragenen, mitunter auch recht schrägen Klängen (Keyboards, Harmonium, Mundharmonika) wird geplappert, gegen Ende auch gesungen (mehr oder weniger), hoch-quietschig und sonor-grunzig, leider alles auf dänisch, und man kann diversen Geräuschen lauschen. Ganz witzig ist das, etwas langatmig allerdings und es wäre um einiges interessanter, wenn man verstehen würde, worum es denn eigentlich geht. Ein akustischer, gespielter Witz? "Metal Pa Metal" geht genauso weiter, allerdings ohne Instrumentalwabern, a capella quasi. Irgendwann setzt hier auch der seltsame Gesang von "Finanslovsforslag" wieder ein. "Arkitekter" ist eine weitere Klangcollage. Maschineller Krach, zu dem wieder verzerrt irgendwelche Weisheiten zum Besten gegeben werden, getragene Keyboardsounds, verfremdeter Gesang, Tonbandeinspielungen und Geräusche, knarzende Gitarren (à la verstärktes Saitenspannen), symphonisch-orgelnde Abschnitte, blubbernde Textrezitationen und Ambientschweben formen ein verhalten-chaotisches Klangdurcheinander.
So richtig wüst, laut oder heftig wird es in diesen Nummern nie - im Gegenteil, das Ganze ist eher ruhig gehalten. Trotzdem wirken diese Klänge reichlich bizarr. Wie so oft bei experimenteller Musik (oder Kunst im allgemeinen) liegen Genialität und Dilettantismus nah beisammen. Für den einen wird "X Position Vol. 2" nur versponnenes Durcheinander und langweilige Instrumentalnummern bieten. Andere werden vielleicht ein paar seltsam geformte Klangperlen entdecken. Interessant ist das Ganze zumindest. So richtig begeistert bin ich aber auch nicht. Strange!
| Anspieltipp(s): |
Finanslovsforslag |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
10.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.11.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Robin Taylor
Zum Seitenanfang
|