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Gandalf

Visions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Ambient; Elektronische Musik
Label: WEA
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Heinz Strobl guitars, bass, synthesizers, vocoder, sequencer, sitar, organ, mandolin, percussion, devices

Gastmusiker

Robert Julian Horky flute
Jatinder Thakur tablas

Tracklist

Disc 1
1. The Magician's Theme 1:31
2. Dance Of The Fairy-Children 5:06
3. Theme 0:24
4. The Keeper Of The Old Forest 7:36
5. Theme 0:43
6. Strenge Mountain Scenes 3:58
7. Theme 0:35
8. The Magician's Theme 1:40
9. The Sleeping Princess 3:14
10. Theme 0:24
11. Mysterious Creatures Gathering At The Gates Of Darkness 6:14
12. Theme 0:29
13. After The Evil Was Defeated 3:56
14. Theme 0:51
15. The Ships Of The Immortal 5:59
Gesamtlaufzeit42:40


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 2)


Zwei Jahre nach seinem Debüt wartete Gandalf mit einem Nachfolge-Album auf, das schon im Coverbild eine Fortsetzung zum ersten ankündigte. Ich finde das okay, denn erstens sind Tolkien-inspirierte Storys ohnehin meistens endlos, und zweitens: wer hätte sich z.B. bei Bo Hansson nicht auch gewünscht, dass sein bekanntes Tolkien-Album etwas länger gewesen wäre?

Auch instrumental schließt sich "Visions" dem Erstling an: wieder präsentiert Heinz Strobl einen gitarren- und percussionunterstützten Keyboardsound, wieder schwelgt er in Melodien, die er proggig erweitert. Er geht hier sogar einen ganz kleinen Schritt weiter in Richtung Ethno (siehe Besetzungsliste), was er auf Folgealben dann noch ausweiten sollte (wie auch Jochen in seiner Gandalf-Rezi zu "To another horizon" erwähnt).

Musikalisch-kompositorisch geht er auf diesem Album zum Teil ebenfalls einen kleinen Schritt weiter; z.B. gestaltet er das Album durch sein wiederkehrendes kurzes "Magician's theme" nun eindeutig als Konzeptalbum. Auch die heraufbeschworenen Stimmungen und Atmosphären werden etwas differenzierter: In "Strange mountain scenes" klingt zwar noch deutlich "Foreign landscape" vom Debüt an, aber in "Mysterious creatures" kommen schon - wie der Titel nahe legt - recht düstere Klangwolken auf. Ansonsten jedoch dominieren die lyrisch-gemütlichen Klänge einmal mehr; damals stand ja die Rezeption der Tolkien-Welt noch im Zeichen ihrer vorausgegangenen Hippie-Verehrung, und Gandalf ist sozusagen derjenige Interpret, der nun endgültig (wenn auch unfreiwillig) von den mythologischen Schatztruhen den Putz kratzt, der den darunter modernden Kitsch freilegt - wobei er aber nur das tut, was der Zahn der Zeit auch ohne ihn geschafft hätte. Es ist schon eigenartig, wie die vermeintlich friedlich-alternative Kommunenidylle der Hobbits später in Peter Jacksons Verfilmung zum nahezu reinen Kriegsschauplatz mutiert ist - wobei ich finde, dass beide Sichtweisen der Tolkien-Rezeption auf ihre Art ziemlich einseitig waren bzw. sind.

Auf den nächsten Alben schlug Gandalf dann nach und nach (und nur vorübergehend) einen Weg in den Ethno-Prog ein, was an sich ? wegen der Erweiterung des musikalischen Horizontes - eine gute Idee ist. Leider führte diese Orientierung aber m.E. zu zunehmender Eintönigkeit seiner Kompositionen, und somit wurde sein weiterer Werdegang denn auch für meinen Geschmack allmählich uninteressant. Allerdings kam er 2001 in einer 20-Jahre-Jubiläumsausgabe noch einmal mit neuen Aufnahmen auf das Tolkien-Thema zurück.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.12.2005
Letzte Änderung: 2.11.2014
Wertung: 8/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Da kann ich mich weitgehend Hennings Worten anschließen. "Visions" enthält, ruhige, entspannte, friedliche Musik mit einigen Prog- und Ethno-Elementen. Diese - vor allem die proggigen - sorgen dafür, dass die Musik nicht in seichte Gewässer abdriftet, sondern stets eine gewisse Spannung darin liegt. Auf den folgenden Alben sollten sich diese Prog- und Ethnoanklänge noch verstärken - leider, wie Henning schon erwähnt - nur vorübergehend.

Für mich reicht "Visions" nicht ganz an den Nachfolger "To Another Horizon" heran, dennoch ist es ein brauchbares Album, und Liebhaber sanfterer Klänge mit gelegentlichem New-Age-Touch liegen hier sowieso nicht verkehrt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.12.2005
Letzte Änderung: 17.12.2005
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gandalf

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 Journey to an imaginary land 7.50 2
1983 To Another Horizon 9.00 1
1984 Magic Theatre 9.00 1
1985 Tale From A Long Forgotten Kingdom 9.00 1
1987 The Universal Play 6.00 1
1988 From Source To Sea 8.00 2
1989 Invisible power - A symphonic prayer 6.00 1
1990 Symphonic Landscapes 8.00 1
1992 Gallery of dreams 4.00 1
1995 Echoes from ancient dreams 9.00 1
2000 Visions 2001 9.00 1
2011 Erdenklang und Sternentanz 5.00 1

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