Hamburger Concerto
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polydor |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Thijs van Leer |
organ, piano, harpsichord, electric piano, flute, alto-flute, arp synthesiser, recorder mellotron, vibes, accordion, the organ of St. Mary the Virgin - Barnes, handclaps, all voices, whistling |
| Bert Ruiter |
bass guitar, auto harp, triangles, chinese finger cymbals, handclaps, swiss bells |
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| Colin Allen |
drums, conga drum, tambourine, castanets, cabasa, woodblock, chinese gong, timpani, handclaps, flexatone, cuica |
| Jan Akkerman |
lute, timpani, handclaps, all guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Delitae Musicae
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1:13
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| 2. |
Harem Scarem
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5:52
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| 3. |
La Cathédral De Strasbourg
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4:59
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| 4. |
Birth
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7:46
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| 5. |
Hamburger Concerto
1. Starter 2. Rare 3. Medium I 4. Medium II 5. Well Done 6. One For The Road
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20:19
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| 6. |
Early Birth
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2:54
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| Gesamtlaufzeit | 43:03 |
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Rezensionen

Nach "Focus III" verliess Drummer Van der Linden die Band und wurde durch den Ex-"Stone The Crows"-Mann Colin Allen ersetzt, mit dem sich die Band ins Studio begab, um das Nachfolge Album "Hamburger Concerto" einzuspielen.
Dieses beginnt mit einer netten kleinen Laute+Flöten-Nummer von Akkerman: "Delitae Musicae". "Harem Scarem" ist dann ein halbwegs energischer Klavier-Rocker, bleibt aber eigentlich ein blasser Abklatsch von "Hocus Pocus" von "Moving Waves". "La Cathédral De Strasbourg" ist eine leicht klassisch angehauchte Nummer, die sich aber ein bisschen dahin schleppt, ohne dass wirklich was passiert. Dieses Phänomen plagt leider auch noch weitere Stücke der Platte, z.B. das nachfolgende "Birth", das noch mit einem schönen Akkermann-Teil begint, diesmal auf dem Cembalo, aber danach - obschon vielteilig (klassizistische Eröffnung, trottender Rhythmus, langsamer Teil, trottender Rhythmus etc.) auch nicht recht von der Stelle kommt. Ebenso trotz kulinarischem Konzept ("Vorspeise", "nicht durchgebraten", "medium", "durchgebraten", "zum mitnehmen") die 20minütige Titel-Suite, wieder mit klassisch angehauchter Eröffnung, aber danach eine Allerweltsorgelfigur und ein bei den "Beatles" ("Abbey Road") geklautes Gitarren-Riff, und dann schleppt man sich im Midtempo minutenlang daher. Zwar wird in Akkermans "Medium II" mittels Gitarren-Solo ein bisschen Spannung aufgebaut, aber diese verpufft wirkungslos, da das Grundmaterial einfach länger ausgedehnt wird, als ihm gut tut. Immerhin endet die Titelnummer in den letzten beiden Teilen mit sehr schönem Bombast, der aber wegen der Längen vorher das Stück und die Platte insgesamt auch nicht retten kann. "Early Birth" ist dann eine Reprise des Materials von "Birth".
Insgesamt fehlen mit auf "Hamburger Concerto" einfach die verrückten kleinen Einfälle und Abgedrehtheiten, die die vorhergehenden "Focus"-Platten so interessant machen. Auch auf der instrumentalen Seite scheinen sich die Spieler eher zurückzuhalten; klar, abundan ein schönes Flöten- oder Gitarren-Solo, aber die teilweisen instrumentalen Sternstunden von "Focus III" sucht man hier vergeblich.
Zugutehalten kann man "Hamburger Concerto" allerdings den noblen und amtlichen Sound. Von der Produktion her vielleicht die beste "Focus"-Platte, aber musikalisch finde ich die beiden Vorgänger interessanter und spannender.
| Anspieltipp(s): |
Harem Scarem |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.5.2002 |
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Mit dem vierten Studioalbum "Hamburger Concerto" haben Focus ihren Stil in den fortgeschrittenen 70er Jahren unbeirrt fortgesetzt. Nach dem im folkigen Renaissanceklang gehaltenen Einstieg ?Delitae Musicae? folgt mit "Harem Scarem" ein dynamischer Abräumer in der besten Tradition der Band. Nach dieser von spritziger Instrumentalarbeit bestimmten Nummer kommt nachfolgend die bedächtige Seite der Holländer zum Vorschein. "La Cathédrale De Strasbourg" verzaubert mit perlenden Tasteneinsätzen und sparsamen französischen Gesangseinlagen. Voller Melancholie und Anmut wird der Hörer hier von einem zartgliedrigen Melodienreichtum in den Bann gezogen.
Sicherlich fehlt diesem Album ein wenig die ausgeklügelte Spontaneität der vorangegangenen Werke. Der jazzrockige Anteil tritt zu Gunsten einer wohl kalkulierten Melodik in den Hintergrund, was im finalen Titelsong "Hamburger Concerto" auf den Punkt gebracht wird. In ornamentreichen Harmonien haben Focus hier noch einmal versucht, alle Register ihres Könnens unter Beweis zu stellen und ihr bislang dargebotenes Songmaterial zu toppen. Dies ist der Band nur phasenweise gelungen. Insgesamt wirkt dieses "Magnum-Opus" der Holländer in seiner ganzen Länge zu durchkalkuliert und überambitioniert. Die Band schien darum bemüht, ein symphonischeres Klangbild zu erzeugen und lässt erst nach der Hälfte der Spielzeit ihre Genialität aufblitzen. Gerade das Genie eines Jan Akkerman kann sich erst in diesem zweiten Abschnitt so richtig entfalten. Das wirkt für Focus-Verhältnisse in seiner Gänze zu diszipliniert.
| Anspieltipp(s): |
La Cathédrale De Strasbourg |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2007 |
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