Inaudito
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Megablomb |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Filippo Cantarella |
violin, viola |
| Matteo Ammizati |
guitar |
| Federico Barrai |
alto & soprano saxophones, percussion, weird vocal fx |
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| Kai Kundrat |
rhodes, synth, organ |
| Tommaso Rolando |
double & electric bass |
| Paolo Piccardo |
drums |
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Gastmusiker
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| Marco Tindoglia |
trumpet (4) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Collante
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7:11
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| 2. |
Nautilus
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6:30
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| 3. |
Am Ha'aretz
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8:39
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| 4. |
Ebetus
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4:39
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| 5. |
Dal Buffo Buio
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4:31
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| 6. |
Rutz
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6:22
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| 7. |
Nascosto
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5:47
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| 8. |
Kaizer
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2:24
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| Gesamtlaufzeit | 46:03 |
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Rezensionen

"Inaudito" heißt soviel wie "unerhört" wurde mir zugeworfen... nun, wenn das stimmt, dann ist das sicherlich eine passende Beschreibung für das vorliegende Album der italienischen Combo Calomito.
Manchmal ist es auch ganz gut, dass man etwas nur so auf Verdacht bestellt. Wer weiß, ob ich "Inaudito" sonst jemals kennengelernt hätte? Auf jeden Fall klang die Beschreibung im Newsletter des italienischen Mailorders BTF so seltsam, dass ich den "Buy"-Button geklickt habe.
Und... was für eine seltsame Musik ;-) Ehrlichgesagt: Ich sollte "Inaudito" hassen, denn hier ist vieles versammelt, was mir gemeinhin den musikalischen Genuß verleidet: Seltsames strukturloses Gedudel (allerdings glücklicherweise wenig), fast permanent trötendes Saxophon, Geräusche denn Musik, Calomito sind näher am Jazz als am Prog... aber wen stört so etwas, wenn das alles mit Charme, Drive und einem Augenzwinkern verpackt 'rübergebracht wird?
Calomito mischen Jazz-Rock mit seltsamen freiformatigen Klängen, schwenken unvermittelt in folkloristische Gefilde, zitieren irgendwie bekannte Kirmes-Melodien, nur um dann schliesslich in einer arabischen Kasbah zu landen und entsprechende orientalisch-arabische Atmosphären zu erzeugen. Dabei wirkt das Ganze ziemlich organisch und bleibt daher geniessbar, von Zerrissenheit keine Spur. Es bleibt sogar noch Zeit, dass die Gitarre schon mal ein bluesiges Solo einstreuen darf. Oder es wird eine Art "21st Century Schizoid Man"-Zitat (hört mal beim Ende von "Rutz" genau hin) eingeflochten...
Meist halten Calomito auch das Tempo hoch (und gönnen sich eigentlich erst in "Nascosto" mal eine kleine Ruhepause) und es liefern sich vor allem das Saxophon und die Violine erfrischende Duelle. So entsteht ein mitunter wüstes, aber immer mitreißendes, spassiges und unterhaltsames Jazz-Prog-Folk-Sonstwas-Kuddelmuddel. Also, wer hier nicht mit einem Grinsen im Gesicht zuhört... macht was falsch ;-)
Da diese Musik wie bemerkt nun eher exotisch für meinen Geschmack ist, sind Vergleiche eher schwierig. Aber eine Band, die mir sofort in den Sinn kam, sind die Chilenen Akinetón Retard, die bei den beiden Liveauftritten, bei denen ich sie bewundern konnte, ähnlich agierten. Auch die Ungarn Kada scheinen mir keine schlechte Referenz (aber ob die soviel bekannter sind?). Calomito gehen ein bisschen in diese Richtung, allerdings mischen sie noch andere Elemente ein, so dass ich vielleicht von einem Zwischending von Frogg Cafe und Akineton Retard reden möchte, um so einen kleinen Anhaltspunkt zu geben... Tolles Album, leider etwas kurz, auf jeden Fall sollten musikalisch abenteuerlustig Veranlagte hier mal 'reinhören, das könnte sich lohnen.
Das Artwork im "Booklet" (nur ein Faltblatt) ist der Musik im übrigen angemessen, seltsame Bilder und kuriose Strichzeichnungen, aber das wird natürlich von der süssen grünen Raupe auf dem Cover wieder wettgemacht ;-)
| Anspieltipp(s): |
alles ;-) |
| Vergleichbar mit: |
Kada, Akineton Retard, sehr, sehr schrägen Frogg Cafe |
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| Veröffentlicht am: |
29.7.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.7.2006 |
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