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Abus Dangereux

Le Quatrième Mouvement

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: AJ Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Pierrejean Gaucher Guitars, Vocals
Eric Bono Piano, Keyboards
Laurent Kzrewina Sax
Alain Mourey Drums, Percussion
Pascal Gaillard Bass
Sylvie Voise Voice
Caitrona Walsia Voice
Dan Ken Vibes
Arnaud Jarlan Percussion
Niges Warren Green Cello

Tracklist

Disc 1
1. Le Roy es mort, vive le Roy! 7:42
2. Le Quatrième Mouvement 5:20
3. Interlude 0:47
4. Funk au château 3:01
5. Thème d'hiver 3:01
6. Ballade courte 9:15
7. Danse de pâques 6:03
Gesamtlaufzeit35:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Abus Dangereux werden mitunter dem Zeuhl zugeordnet. Nach den auf ihrer ersten LP "Le Quatriéme Mouvement" zu hörenden Klängen zu schließen, ist das aber etwas weit hergeholt. Zwar haben die Franzosen zwei Sängerinnen, die textlos, mitunter leicht hysterisch zu Gange sind, zwar hat die Band mit Pascal Gaillard einen recht dominanten Bassisten, der mitunter grollend und brummend die Musik vorantreibt, doch ansonsten erinnert hier kaum etwas an die kobaïschen Exzesse von Magma, wenn man mal davon absieht, das die Basis beider Bands eine Art von Jazzrock ist. Am ehesten ist die Musik vielleicht mit den späteren Scheiben von Zao vergleichbar.

Jazzrock machen Abus Dangereux also, und einen sehr farbigen und abwechslungsreichen noch dazu. Wie man schon an der langen Besetzungsliste sehen kann, brauen eine ganze Reihe von Instrumenten an dieser jazzigen Rockmixtur, so dass das Ganze recht abwechslungsreich ausgefallen ist. Im Mittelpunkt stehen die Tasten von Eric Bono (Mitte der 70er Mitglied der Band von Patrick Forgas), dazu kommen die beiden Sängerinnen und die kraftvolle Rhythmusabteilung, während E-Gitarre, Sax, Vibraphon und Cello solierend für klangliche Abwechslung sorgen. Schwungvolle Abschnitte reihen sich an getragenere Momente, in denen sich oft das Cello in Szene setzt, Sax und Gitarre solieren virtuos, das Vibraphon schwebt gluckernd durch den Klangraum, das E-Piano perlt und der Bass wummernd warm und fett. In musikalischer Hinsicht gibt es auf "Le Quatriéme Mouvement" für Jazzrock-erfahrene Hörer nicht unbedingt Neues zu entdecken, doch wird das Ganze in einen durchaus so originellen Gewand präsentiert, dass es wieder interessant wird.

"Le Quatriéme Mouvement" bietet exzellent dargebotenen Jazzrock der zu Ende gehenden 70er Jahre (das Album wurde 1979 in London eingespielt), dem man gelegentlich zwar schon anmerkt, dass das Genre nicht mehr unbedingt an der Front der progressiven und kreativen Klangschöpfungen stand (es wird ab und zu doch ein wenig seicht und gefällig), der aber immer noch meilenweit von Fahrstuhlmusikgefilden entfernt ist. Durch die eingangs erwähnten, leichten Zeuhl-Einflüsse und die recht aufwendige Instrumentierung erhält die Musik auch einen recht eigenen Charakter. Kurzum, wer Jazzrock und Fusion schätzt, der findet hier eine durchaus empfehlenswerte Ergänzung der Sammlung!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.8.2006
Letzte Änderung: 12.2.2009
Wertung: 10/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Ein ganz wundervolles Album, das ganz unterschiedliche Einflüsse verbindet. Der Jazzrock steht im Vordergrund, aber es gibt eine Reihe von Elementen benachbarter Genres.

Dem Zeuhl etwa ist der frenetische Einstieg in "Le Quatrième Mouvement" mit hohen weiblichen Vocals, arbeitsamem Bass und synkopiertem Schlagzeug entlehnt, die Gitarrenunterbrechungen und das Saxophon ziehen das Stück aber stärker in einen jazzigen Kontext als dies etwa bei Magma der Fall ist. Achim hat mit seinem Zao-Vergleich den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen. Ähnliches gilt etwa für "Danse de pâques". und einige andere Passagen - aber Achim hat schon Recht, ein Zeuhl-Album ist "Le Quatrième Mouvement" nicht.

Das swingende "Funk au château" ist so lange Jazz, bis klassische Progelemente den Drive des Stückes unterbrechen, den Schluss des Stückes bildet eine heftig funkende Passage. "Thème d'hiver" sehe ich im Ganzen eher auf der Progseite.

"Le Roy es mort, vive le Roy!" dagegen kombiniert klassischen Prog (repräsentiert z. B. durch stakkatohafte E-Piano-Passagen in schnellem 9/8-Takt) mit Avantgarde-Elementen (letzteres vor allem in der Melodieführung des Gesangs), Jazzrock wird in diesem Stück vergleichsweise klein geschrieben.

"Interlude" wiederum ist ein kleines Percussionexperiment mir viel Reverb, von dieser Sorte hätte ich gerne noch mehr gehört.

Aufgrund dieses großen Abwechslungsreichtums, des breiten Spektrums an Klangfarben und der vielen Überraschungen ist "Le Quatrième Mouvement" eines meiner Lieblingsalben derzeit und ich kann mich Achim nur anschließen: eine durchaus empfehlenswerte Ergänzung der Sammlung!

Anspieltipp(s): "Le Roy es mort, vive le Roy!", "Funk au chateau"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2009
Letzte Änderung: 11.2.2009
Wertung: 12/15

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