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Peter Frohmader

Nekropolis 2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (CD-Reissue 2000, Spalax)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; RIO / Avant
Label: Hasch Platten
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Frohmader 8-saitiger Bass, E-Piano, Rhythmusgerät, Kurzwellenempfänger, Vibraphon, Gongs, Perkussion, Gitarre, Stimme

Tracklist

Disc 1
1. Neutronen-Symphonie für 8-saitigen Bass 9:24
2. Innereien 3:29
3. Geistertanz 4:03
4. Rock Arrangement für Guitarre und 8-saitigen Bass 5:10
5. Klassiker 4:17
6. Hardcorps 3:33
7. Sirenenmusik 8:42
8. Influenza 5:25
9. - 4:09
10. - 5:05
Gesamtlaufzeit53:17


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Bass, sehr viel Bass gibt es auf "Nekropolis 2" zu hören. Sein zweites in Vinylform veröffentlichtes Album hat Peter Frohmader ganz im Alleingang aufgenommen. Im Mittelpunkt des Albums steht - wie eingangs schon angemerkt - Frohmaders 8-saitiger Bass. Dazu kommen Gitarre und Rhythmusmaschine und ab und zu E-Piano, Vibraphon, glockige Perkussion und verschiedene elektronische Sounds (vom Kurzwellenempfänger). Das Ergebnis ist eine sehr seltsame und kantige Musik, die düster und monoton aus den Boxen quillt und rumpelt.

"Neutronen-Symphonie für 8-Saitigen Bass" - Verschiedenste Klänge vom Bass stürzen auf den Hörer ein, sonor, metallisch hämmernd, gewaltig dröhnend und hektisch riffend. Das erinnert stellenweise an die Arbeit der Zeuhl-Basser Jannick Top und Bernard Paganotti (in Frohmaders Danksagungen taucht allerdings nur der Name Christian Vander auf), wirkt aber noch wüster und freier. Nach gut 6 Minuten wird der Bass unvermittelt durch einen sechsstimmigen Chor ersetzt, dessen etherisch-monoton erklingende Ahs, Ohs und Uhs geheimnisvoll durcheinander wabern.

"Innereien" - Gefiepe und Gequietsche vom Kurzwellenempfänger leiten die Nummer ein. Gleich wird sich der Sputnik melden. Stattdessen setzt die Rhythmusmaschine ein und der Bass fuhrwerkt, von monoton dahingleitenden E-Pianolinien begleitet, dazwischen. Viel mehr tut sich nicht, doch kann man gegen Ende wieder ein paar zeuhlige Spuren ausmachen.

"Geistertanz" - Hier erklingt die Rhythmusmaschine gleich von Beginn an. Dazu kommen Vibraphon, Gongs und andere Glöckchenperkussion. Alles hallt und wabert, nein tanzt schwebend dahin. Ein Geistertanz eben. Kein Bass in dieser Nummer!

"Rock Arrangement für Guitarre und 8-Saitigen Bass" - Schräg plingende Gitarrensounds purzeln am Anfang durcheinander. Dann rifft die Gitarre wüst drauflos und der Bass knurrt immer wieder dazwischen. So dröhnt, jault und wütet die Nummer dann dahin. Zeitweilig nimmt das Ganze fast metallische Züge an, sehr rohe und schräge allerdings.

"Klassiker" - Hier gibt es wieder allerlei mögliche und unmögliche Sounds vom Bass zu hören, dröhnende, locker gezupfte, fließend plingende ... dazu kommt die Rhythmusmaschine.

"Hardcorps" - Bietet Ähnliches wie das "Rock-Arrangement", wirkt aber etwas getragener und klangvoller, nicht ganz so hart.

"Sirenenmusik" Rhythmusmaschine, allerlei glockige Perkussion und das Vibraphon wabern durcheinander. Später rummst wieder der Bass dazwischen. Das Ganze ist ein ausgesprochen eigenartiges Klangkonglomerat aus hallende Metallophonen und Bass.

"Influenza" - Diese Nummer wirkt sehr elektronisch. Töne und Geräusche von der Rhythmusmaschine und dem Kurzwellenempfänger purzeln durcheinander. Dazu gibt es wieder die gewohnten Basseinlagen.

Auf meiner Spalax-CD befinden sich noch zwei weitere Stücke, die in musikalischer Hinsicht denselben Stoff bieten (Track 9 wieder Bassgitarrenexkurse, Track 10 Elektro-Radiospielereien), zu denen aber weder im Beiheft noch auf der Rückseite des Einlegeblattes noch auf der CD selbst irgendwelche Informationen zu finden sind. Dort sind nur die ersten 8 Stücke aufgeführt. Ich vermute einmal, dass es sich bei diesen Bonusnummern um nichtverwendetes Material aus derselben Session handelt.

"Nekropolis 2" macht dort weiter, wo Frohmader mit "Musik aus dem Schattenreich" aufgehört hat. Das Ganze ist eine Spur freier und experimenteller geraten und meist deutlich auf den Bass ausgerichtet. Die Klangqualität der Scheibe ist nicht so gut. Oft ist die Musik übersteuert, knarzt es ein wenig und rauscht es. Wer sich aber vorstellen kann, dass ihm sehr kantige, krautig-freie Bass- und Elektroniklangexperimente mit gelegentlichem Zeuhleinschlag zusagen, der sollte hier trotzdem einmal reinhören. Etwas zäh und eintönig ist das Gebotene allerdings immer noch (siehe "Musik aus dem Schattenreich").

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.1.2007
Letzte Änderung: 23.4.2007
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Peter Frohmader

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 Musik aus dem Schattenreich 9.00 1
1983 Nekropolis Live 8.00 1
1985 Cultes des Goules 11.00 1
1988 Through Time and Mystery-Ending 12.00 1
1989 Miniatures 10.00 1
1990 Macrocosm 10.00 1
1990 3rd Millennium´s Choice - Vol. 1 11.00 1
1991 3rd Millennium´s Choice - Vol. 2 10.00 1
1991 Armorika 11.00 1
1994 Stringed Works 12.00 1
1994 Cycle Of Eternity 9.00 1
1994 Advanced Alchemy Of Music 12.00 1
1995 Homunculus / Ritual 13.00 1
1995 Gate 12.00 1
1997 The Awakening - Nekropolis Live ´79 9.00 1
2000 Kanaan live 1975 10.00 1
2001 2001 12.00 1
2002 Eismeer 13.00 1
2003 Anubis Dance 12.00 1

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