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Jon Anderson

Animation

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (Re-Release/Remaster 2007)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Klassischer Prog; Melodic Rock / AOR; sonstiges
Label: Opio Media
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jon Anderson vocals, acoustic guitar
Stefano Cerri bass
Clem Clempson guitars
Simon Phillips drums, percussion
David Sancious keyboards

Gastmusiker

Billy Kristian bass
Jack Bruce bass
Henry Lowther horn
John Giblin bass
Morris Pert drums
Brother James (keine Instrumente angegeben)
Christopher Rainbow vocals
Bret Morgan (keine Instrumente angegeben)
Blue Weaver keyboards
Ian Wallace drums
Ronnie Leahy keyboards
Brazil Idiots vocals
Delmay String Quartet strings
Dick Morrissey saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Olympia 4:57
2. Animation 9:09
3. Surrender 3:53
4. All in a matter of time 3:08
5. Unlearning (the dividing line) 4:56
6. Boundaries 3:22
7. Pressure point 4:35
8. Much better reason 4:27
9. All God's children 4:29
10. The spell   (Bonustrack: Alte Cassetten-Aufnahme) 11:43
11. Spider   (Bonustrack) 2:51
Gesamtlaufzeit57:30


Rezensionen


Von: Henning Mangold @


Krösus, ein steinreicher König in Kleinasien, empfing eines Tages den Besuch des Philosophen Thales und fragte diesen, wen er für den glücklichsten aller Menschen hielte. Krösus hoffte natürlich, dass sein eigener Name fallen möge, aber Thales enttäuschte ihn: nie, so sagte er, würde er einen Menschen nennen, der noch am Leben wäre - man könnte ja nicht wissen, was noch käme. "Und da machst du nicht eine einzige Ausnahme?" fragte Krösus ungeduldig. Thales überlegte kurz und räumte schließlich ein, dass es in ferner Zukunft einen geben könnte, den er schon zu Lebzeiten glücklich zu nennen wagte: "Er wird in England leben", rechnete Thales aus, "und er wird Jon Anderson heißen. Er wird Sänger sein, wie ein Engel klingen und alle Menschen um sich herum für Engel halten. Deshalb wird er glücklich sein." - "Ja, aber", entgegnete Krösus, "es gibt doch so viel Mist auf der Welt!!" - "Na und?" antwortete Thales, "er wird von alldem nur das mitbekommen, was er positiv auslegen kann." - "Ja, aber..." - Krösus wurde ungeduldig - "Das ist doch voll naiv!!!" - "Na und?" - Thales zuckte mit den Schultern - "Wenn ER dabei glücklich sein kann, ist das doch toll: dann wird es wenigstens EINEN einzigen glücklichen Menschen geben! Hör dir am besten mal sein Album "Animation" an"... Dabei fiel sein Blick auf die Sanduhr; "Ach, zu dumm", fügte er hinzu, "das kommt ja erst 2007 als Re-Release wieder raus..."

Wenn ich mir vor Augen führe, dass dieses Album bisher noch nicht auf diesen Seiten besprochen wurde, dann beschleicht mich der Verdacht, dass es den anderen Schreibern ähnlich wie mir ergangen sein könnte: man hat es mal auf Vinyl gehabt und irgendwann wegrationalisiert, um es sich auf CD nachzukaufen, und dann erst fiel einem auf, dass es auf solcher nie erschienen war. Bei mir war es jedenfalls exakt so: es rutschte irgendwie durch alle Raster, ich vergaß geradezu, dass es jemals existiert hatte. Das ist wie mit dem Teufel: man fällt ihm zum Opfer, weil man vergisst, dass es ihn gibt; dabei lehren uns das doch alle Horrorfilme...:-).

Das ist aber nicht das, was Jon Anderson lehrt! Was das ist, wissen wir zur Genüge, da könnte ich mich kurz fassen, es ist nur witzigerweise so, dass auf keinem Anderson-Album seine Botschaft dermaßen inbrünstig und begeistert rüberkommt wie gerade auf diesem. Nun ist es nach 25 Jahren wieder erschienen, und ich staune wie damals angesichts dieser blauäugigen Optimismus-Attacke (was nicht heißen soll, dass ich die Welt selbst so sehe wie unser Jon, aber er schafft es einfach, mir für die Spieldauer des Albums diese rosarote Brillen-Perspektive glaubhaft zu vermitteln, und das funktioniert bei mir auf kaum einem anderen seiner Alben so nachdrücklich).

Nun wissen wir seit dem Zauberer von Oz ("The Great and Terrible"!), dass das alles eine Frage geschickter Technik ist, und das ist auch im Falle von "Animation" nicht viel anders: Die Produktion kommt so fett, dass selbst der coolste Depeche-Mode-Junkie Anno 82 einfach aufhorchen musste. Und selbst der altgediente Gitarrist Clem Clempson klingt hier wie ein New-Wave-Held. Zwar stammt der Zellkern des Sounds aus der Elektronik-Retorte, was dem Proggy weniger gefallen dürfte, aber für den als Zielgruppe interessierte man sich damals ja eh kaum noch (bzw. noch nicht wieder). Auf jeden Fall ist "Animation" fetter als "Song of seven" und noch längst nicht so säuselig wie "City of angels".

Jon Anderson schwelgt hier in Höhen, die selbst für seine Verhältnisse gewagt sind: Er singt von der Geburt seiner Tochter Jade in Lyrics, die eher privaten Tagebuchaufzeichnungen gleichen ("And I wanted to be by my wife..."), er hält sein Kind zweifellos für einen Engel ("I knew I was captured by an angel in disguise") und seine Frau und sich für nahezu heilig ("As a Mother and Father of innocence"), ja, er scheint sogar zu glauben, er könne selbst einen Drogensüchtigen mit purem Optimismus heilen ("You get a much, much better feeling!!"). Und das Schlimmste daran: Man ist geneigt, ihm zu glauben (das ging mir angesichts seiner späteren Alben nicht mehr so).

Ich kann den eigenartigen Reiz von "Animation" auch anders ausdrücken: dieses Album nimmt die Frische und Spontaneität des ein Jahr später erschienen Yes-Comeback-Albums "90125" schon vorweg (so klingt Clempsons Gitarre bereits nach Trevor Rabin). Auf der anderen Seite lässt Anderson z.T. das einfließen, was ihn seine Zusammenarbeit mit Vangelis gelehrt hat: der Titeltrack "Animation" z.B. hat einen typischen Vangelis-Aufbau (erst knallig, dann beschaulich), und mit "Surrender" gelingt ihm ein wahrer Smash-Hit, der nur nie aufgefallen ist (Anderson schreibt noch jetzt in seinen Booklet-Linernotes: "This always was a radio song. Frankly, it still could be."). Damit allein dürfte klar sein, dass dieses Album kein Prog-Meisterwerk ist; das will es auch nicht sein und muss es auch nicht. Aber von allem, was nach "Olias" kam, ist dies vielleicht das beste aller möglichen Anderson-Alben: weniger albern als manche Liedchen von "Song of seven", weniger spezial-esoterisch als "Toltec" und weniger New-Age-zerfasert als "Angels' Embrace" - Einfach ein Album zum schwärmerisch-fetzigen Durchhören, nicht mehr und nicht weniger.

Übrigens: Der Song "Boundaries", der, wie Jon Anderson in den Linernotes schreibt, ihm mal im Traum eingefallen ist, wurde viel später wiederverwertet, und zwar bei Yes als Versatzstück des Songs "Somehow someday" vom wenig geliebten "Open your eyes"-Album. Und wie alles auf dem Album wirkt er dort schwach und ausgemergelt. Aber auf "Animation" hat er in seiner Folk-Fülle durchaus einen gewissen Reiz. Das ist symptomatisch für das ganze Album: die Ideen mögen nicht die größten sein, aber die Begeisterung der Darbietung lässt sie so wirken. Schön, dass es diese Aufnahme jetzt wieder gibt: mal sehen, ob sie wirkt und ob der olle Krösus dem ollen Thales doch noch zustimmt...

Anspieltipp(s): "Olympia"; "Surrender"; "All in a matter of time" (Nichts davon ist wirklich proggig, aber es fetzt!)
Vergleichbar mit: Yes' "90125", nur eher wavig statt rockig
Veröffentlicht am: 8.3.2007
Letzte Änderung: 6.2.2013
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jon Anderson

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Olias Of Sunhillow 13.00 5
1980 Song Of Seven 7.00 2
1985 3 Ships - 1
1988 In the City of Angels 1.00 3
1994 Deseo 1.00 1
1994 Change We Must 9.00 1
1995 Angels Embrace 2.00 1
1996 Toltec 8.00 1
1997 Earth Mother Earth 6.50 2
1997 The Promise Ring 5.00 1
1999 The More You Know 5.00 1
2005 Tour of the universe (DVD) 8.00 1
2006 Watching the Flags That Fly 3.00 1
2006 Live in Sheffield 1980 7.00 1
2007 The Mother's Day Concert 3.00 1
2008 From me to you - 1
2010 Survival & other stories 7.00 1
2011 Open 9.50 2

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