Moe's Town
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Brett Garsed |
Guitar |
| TJ Helmerich |
Guitar |
| Dennis Chambers |
Drums |
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| Scott Kinsey |
Keyboards |
| Gary Willis |
Bass |
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Gastmusiker
| Ric Fierabracci |
Bass (6,8) |
| Virgil Donati |
Drums (9) |
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| Djemel Chergui |
Electronica |
| Vassiliki |
Vocals on "Path To Aesthesis" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Valentimes Day
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7.51
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| 2. |
Moe's Town
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10.24
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| 3. |
Ella's Hotel
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7.22
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| 4. |
Audio Rhumba
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8.56
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| 5. |
Dads Speaker
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6.42
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| 6. |
Inspired Weak
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8.24
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| 7. |
Snout!
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7.04
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| 8. |
Path to Aesthesis
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5.07
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| 9. |
Nitro squirrel (multiple moe)
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6.14
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| Gesamtlaufzeit | 68:04 |
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Rezensionen

Prinzipiell hat Kollege Kohlruß schon anläßlich des Erstlingswerks bzw. bezüglich der Stilrichtung alles wichtige hervorgehoben. Auch die Band-Informationen und dazugehörige ?links? können den interessierten Leser mit Sicherheit weiterhelfen. Wer diese Rezension als "Kaufentscheidungshilfe" nutzen möchte, sollte also unbedingt auch die Besprechung des Vorgängeralbums beherzigen, weil beide Alben sich im Ganzen doch recht ähnlich sind.
Tatsächlich firmiert das US-Quintett seit dem neuesten Output nicht mehr unter der Namenskette aller beteiligten Musiker, wodurch das vermeintliche Ad-hoc-Projekt offensichtlich eine längerfristige Sache zu werden scheint. Gut so! Personell hat sich nichts verändert ? selbst die Gastmusiker Virgil Donati und Djemel Chergui geben sich wieder die Klinke in die Hand. Unterstützung bekommt ?Uncle Moe? last but not least von Ric Fierabracci (u. a. Chick Corea) am Baß, der neuerdings auch mit Planet X (Bühne plus Studio) zusammenarbeitet. Nach diesem ?name-dropping? ist freilich unschwer zu erkennen, wohin unsere musikalische Reise führt.
?Moe?s Town? bietet wie sein älterer Bruder vertrackte Jazzrock-Fusion mit vielen interessanten Keyboard-/Elektro-Einlagen, solidem Drumming und atemberaubenden, teils zu selbstverliebten Gitarrensoli. Intelligente Instrumentalmusik vom Feinsten, und mit fast siebzig Minuten Laufzeit wird mal wieder eine Menge fürs Geld geboten! Die Produktion ist mit ihrem knackigen Sound ohne Tadel, was nicht zuletzt der Rhythmusfraktion mit Bass und Schlagzeug zu Gute kommt: zweiundzwanzig Engineers, das kann man kaum glauben! Das Ganze gibt?s in einem Digipack mit lustigem ?Graphic Design? und weniger lustigen, ziemlich lieblos zusammengestellten Schnappschuß-Fotos der Musiker!
Die einzelnen Songs, die ohne Ausnahme von den beiden Gitarristen geschrieben wurden, erfordern zweifelsfrei ein mehrmaliges Durchlaufen, bieten aber dafür eine Fülle von neuen Idee und innovativen Songstrukturen. Ein klassisches Kopfhörer-Album also! Auffallend ist an einigen Stellen der fragmentarische Charakter, da einige Motive abrupt abbrechen bzw. einige Songs ohne viel Aufhebens (teils soundtechnisch verfremdet) zum Ende kommen. Den für ein einigermaßen ausgewogenes Gesamturteil notwendigen Überblick bekommt man also erst nach einiger Zeit. Detailversessene Arrangements und lockere (Spontan-) Interpretationen jedenfalls halten sich die Waage. Aber seit wann ist eingängige Popmusik die Sache des progorientierten Jazzrock-/Fusion-Liebhabers?
Garsed und Helmerich, die schon in der Vergangenheit oftmals nur im Doppelpack zu hören waren, bieten auf dem neuen Album zahllose schräge Soli, die - salopp formuliert - schwerpunktmäßig den Vai- und weniger den Satriani-Fan ansprechen dürften. Das streckenweise recht hektische Gezupfe würde manchmal die Grenze des Zumutbaren überschreiten, wenn die beiden Saitenhexer nicht immer wieder von ihren souveränen Musikerkollegen mit Erfolg auf den Boden des groovigen Jazzrock zurückgeholt werden. A pro pos Musikerkollegen: Herausragende Arbeit liefert neben Drummer Chambers (u. a. Santana) mal wieder Keyboarder Kinsey, der mit schier unerschöpflichem Ideenreichtum souverän zwischen hippem Elektro-Pop, schrägen Soundeinlagen und eher begleitenden Soundteppichen immer den richtigen musikalisch-solistischen Akzent zu liefern vermag. Es erfordert keinen kühnen Mut, um die These aufzustellen, daß ?Moe?s Town? ohne Kinsey, der dort einigen Freiraum genießt, nur die Hälfte wert wäre (ähnliches gilt freilich auch für das namenlose Debutalbum).
Das letzte Stück übrigens, das laut Booklet regulärer Bestandteil des Albums zu sein scheint, kommt über den Status eines netten ?Anhängsels? leider nicht hinaus. Hier darf sich Gastdrummer Virgil Donati in bester Planet-X-Tradition austoben und in aller Ausführlichkeit zeigen, was es bedeutet, über das Ziel hinausgeschossen zu sein. Schade eigentlich!
| Anspieltipp(s): |
Valentimes Day (1); Audio Rhumba (4) |
| Vergleichbar mit: |
Planet X mit ungleich stärkerem Jazzrock-/Fusioneinschlag! |
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| Veröffentlicht am: |
4.7.2007 |
| Letzte Änderung: |
26.11.2007 |
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Da hat es dann doch sechs Jahre gedauert, bis sich die fünf JazzRock-Farmer wieder mal bei ihrem Onkel Moe auf der Space Ranch getroffen haben. Urspünglich war dieses zweite Album mal für 2005 angekündigt. Nun ja, "Gut Ding will Weile haben" sagt der Volksmund und recht hat er: Viel Weile brachte hier ein sehr gut Ding zustande.
Kollege Kruppa hat ja schon ausführlich gelobt. Gegenüber dem ersten Album hat sich in der Tat nicht so viel verändert. 'Uncle Moe' bieten feinste, frickelige, aber nicht unhörbare Instrumentalmusik. Im Gegenteil, bei allem musikalischen Show Off bleiben die Jungs immer auf dem Boden der Tatsachen, vergessen das erdige Rocken nicht und nehmen auch mal den Fuß vom Gas, damit der Hörer durchschnaufen kann.
Die beiden Gitarristen dominieren dieses Album deutlicher als den Erstling (das zeigt sich schon innen im Digipak, wo die Soloabfolge der Herren Garsed und Helmerich aufgelistet ist). Highspeed-Soli, schräge Ausbrüche und gar bluesige Slide-Guitar geben die beiden Herren an den Saiten zum Besten. Gelegentlich wirds ein bisschen zu abgehoben und selbstverliebt, aber das verzeiht man hier schon mal gerne. Aber auch die Rhythmusfraktion bietet atemberaubendes. Das ebenso kraftvolle, wie eben auch virtuos-filigrane Drumming von Dennis Chambers muss man ja eigentlich nicht mehr herausheben, aber in Kombination mit den kreativen Basslinien eines Gary Willis wird daraus nochmals etwas ganz besonderes. Den Gegenentwurf dazu bietet Virgil Donati im letzten Track: Nach dem Motto "viel hilft viel" spielt er doppelt soviele Fills und Breaks wie Chambers in der gleichen Zeit. Das ist ja einen Song lang mal ganz witzig, aber wirkt auch schnell seelenlos.
Der geheime Star des Albums ist dennoch Keyboarder Scott Kinsey, der sich mal wieder als einer der kreativsten seiner Zunft erweist. Die kuriosen Klänge, Zwischenspiele und Flächen, die er produziert, füllen sozusagen den gesamten Hintergrund des Albums aus. Zunächst nimmt man gar nicht so viel war, aber dann drängen sich Kinseys Kreationen von Durchlauf zu Durchlauf mehr in den Gehörgang. Und erstaunlicherweise beherrscht Kinsey auch die erdigen Töne, wie die bluesige Hammond-Einlage in "Moe's Town" beweist. Wie Kollege Kruppa schon schrieb: Dies ist ein Kopfhörer-Album, ja! Und Djemel Chergui erweist sich als Kinseys kongenialer Partner.
Neues vom Lande: Uncle Moe's Space Ranch liefern wieder ein tolles Instrumentalalbum zum Versinken, Abrocken, Zuhören und Staunen ab. Hoffentlich dauert es nicht wieder sechs Jahre, bis sich die Fünf wieder zusammenfinden.
| Anspieltipp(s): |
vielleicht nicht gerade "Nitro squirrel", sonst alles |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2007 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2007 |
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