Autocritica
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Papo Manes |
guitar |
| Jerónimo De La Arena |
guitar |
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| Federico Caselli |
bass |
| Luciano Caselli |
drums |
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Gastmusiker
| Carolina Becerra |
keyboards (2) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
frühstück
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6:48
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| 2. |
autocritica?
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7:37
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| 3. |
memorias de un pato de hule
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6:16
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| 4. |
russian mountain
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6:43
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| 5. |
hanoi
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3:29
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| 6. |
melos per manencia
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8:04
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| 7. |
arsis
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8:01
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| 8. |
a zurda y siniestra
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7:30
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| Gesamtlaufzeit | 54:28 |
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Rezensionen

Bei den Argentiniern quaker muss man nicht lang über Vorbilder und Inspirationsquellen sinieren. Die Jungs stehen auf King Crimson und zwar vor allem die neueren der 00er-Generation wie auch der wavigen 80er-Jahre-Inkarnation. Dabei gehen quaker nicht ganz so dreist wie fast zeitgleich die Polen Lizard vor, aber die crimsoneske Patenschaft ist wie gesagt unverkennbar.
Am deutlichsten führen das die beiden Gitarristen vor Auge. Papo Manes und Jerónimo De La Arena (welch' ein Name) fröhnen dem flotten Arpeggio-Spiel auf höchstem Niveau. Dabei frickeln die beiden nicht nur jeder für sich vor sich hin, nein, sie spielen die Themen auch zweistimmig ineinander verwoben, in dem jeder wechselseitig einen Ton nach dem jeweils anderen spielt (unbedingt mal unterm Kopfhörer hören!). Da kann einem schon mal der Mund offen stehen bleiben. Und das Ganze passiert in einer Atmosphäre unaufgeregter Ruhe, dass man die technischen Kabinettstückchen fast nicht wahrnimmt.
Aber quaker halten sich nicht nur sklavisch an ihr Vorbild, sondern vermeiden allzu starkes Klontum durch eigene Akzente und Wege. So sind durchaus Ausflüge in jazzrockige Gefilde angesagt. Auch ambiente Klangkonstrukte, die allerdings dann doch auch wieder ein bisschen an Frippsche Soundscapes erinnern, werden schon mal aufgebaut und dann wieder lustvoll niedergerockt.
Schlagzeuger Caselli bevorzugt einen ähnlichen technisch-elektronischen Sound wie z.B. ein Pat Mastelotto, ohne aber dessen von elektronischen Klängen (dieses ständige Schwirren und Wuschen) geprägtes Spiel eins zu eins zu kopieren. Bassist Caselli (der andere, ich tippe auf Brüder) hingegen entfernt sich stilistisch am weitesten vom großen Vorbild und spielt durchweg sehr melodische Linien. Richtig klasse ist die messerscharfe Synthie-Attacke von Gastmusikerin Becerra im zweiten Track, davon hätte ich gerne mehr gehört.
Insgesamt agiert die Band eher ruhig, fast getragen, so dass die sorgsam platzierten aggressiven Ausbrüche umso heftiger kommen. Wenn quaker in diesen Momenten förmlich aus sich heraus zu explodieren scheinen, dann bieten sie wahrlich große Musik. Schade, dass diese Momente so sparsam gesetzt werden.
Mit ?Autocritica? präsentieren die Argentinier quaker ein reifes, beeindruckendes Debüt, bei dem man aber das Gefühl hat, da geht noch viel mehr. Hoffentlich bleiben die Jungs am Ball und blasen uns mit ihrem nächsten Werk vollends aus den Schuhen. Bis dann sei jedem Liebhaber von crimsonesker Instrumentalmusik dieses Album wärmstens empfohlen.
| Anspieltipp(s): |
frühstück, russian mountain |
| Vergleichbar mit: |
den modernen King Crimson von den 80ern bis heute, Djam Karet |
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| Veröffentlicht am: |
18.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
18.9.2007 |
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