The Last Planet - Chapter I 'Impressions'
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
jks-world |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Detlev Schmidtchen |
Instrumente und Gesang |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Seven Bells
|
5:15
|
| 2. |
Lane 7
|
5:12
|
| 3. |
Spring
|
4:32
|
| 4. |
Dhubidu
|
3:01
|
| 5. |
Impressions
|
16:55
|
| 6. |
Rakie Rakie
|
4:06
|
| 7. |
ELOIS Spirit
|
3:31
|
| 8. |
Rakiedanus
|
12:28
|
| 9. |
Stairway To Paradies?
|
2:47
|
| Gesamtlaufzeit | 57:47 |
|
|
Rezensionen

Das war schon eine Überraschung, nach so vielen Jahren wieder etwas von Detlev Schmidtchen zu hören! Aber der Reihe nach: Detlev Schmidtchen war von 1976 bis 1979 Keyboarder der in Hannover beheimateten Band Eloy, einer der bekanntesten deutschen Progbands überhaupt, und prägte maßgeblich den Sound der klassischen Eloy-Alben von Dawn bis Silent Cries And Mighty Echoes. Nach der Trennung von Eloy 1979 gründete er mit Jürgen Rosenthal, ebenfalls Ex-Eloy, das kurzlebige Projekt Ego on the Rocks, bevor er (zumindest für mich) in der Versenkung verschwand.
Im Herbst 2007 erschien dann also mit vorliegender CD Schmidtchens Solodebüt, und der Untertitel Chapter I lässt schon mal messerscharf darauf schließen, dass noch mehr geplant ist. Offensichtlich scheint auch ein Konzept dahinterzustehen, wie aus dem im Beiheft abgedruckten Text zu entnehmen ist.
Erwartungsgemäß stehen Keyboards im Vordergrund, daneben spielt Schmidtchen aber auch Gitarre (tatsächlich war er bei Eloy ursprünglich als Gitarrist eingeplant, wechselte aber alsbald zu den Tasten), dazu gibt es etwas Schlagzeug - vermutlich aus der Dose. Mit einer Ausnahme sind die Stücke instrumental, allenfalls eingespielte Stimmen kommen gelegentlich zum Einsatz. In einem Fall sogar die Erzählstimme aus Eloys Ocean!
Wer Schmidtchens Arbeit mit Eloy kennt, kann sich schon denken, dass The Last Planet weder ein Flitzefinger- noch ein Orchesterbombastoverkill-Album im Stil eines Keith Emerson oder Rick Wakeman ist. Schmidtchen bevorzugte stets sphärische Sounds, und die kommen auch hier voll zum tragen. Tatsächlich geht es teilweise schon in den Bereich elektronischer Musik im "Berliner" Stil mit Sequenzer-artigen Rhythmen und langen Klangbögen. Ein Stück wie Impressions kommt dabei schon in die Nähe der klassischen Tangerine Dream! Dazu kommt aber fast durchgehend eine mehr oder weniger deutliche (Prog-)Rock-Komponente, die ruhig noch etwas deutlicher sein könnte, in Form der E-Gitarre.
Insgesamt klingt das alles relativ ähnlich wie das Schmidtchen/Rosenthal-Projekt Ego on the Rocks der frühen 80er, nur mit stärkerer Tendenz zur Elektronik, und das ist auch für mich etwas der Kritikpunkt: so richtig viel hat sich in den über 25 Jahren seit Ego on the Rocks nicht verändert, nur die Gewichte haben sich etwas verschoben. Auch das Schlagzeug aus der Dose überzeugt nicht so recht, ein Schlagzeuger aus Fleisch und Blut wäre die bessere Alternative! Schließlich muss ich noch anmerken, dass ich ausgerechnet das einzige Gesangsstück (Lane 7; Text übrigens von Jürgen Rosenthal!) als den Schwachpunkt des Albums finde - nicht wegen des Gesangs, sondern weil das Stück ein relativ simpler Rock/Pop-Song ist.
Aber genug gemeckert! The Last Planet ist ein schönes Album an der Schnittstelle zwischen Elektronischer Musik und symphonischem Prog (allerdings mit deutlicher Schlagseite Richtung Elektronik) und vor allem ein erfreuliches Wiederhören mit einem von mir seit vielen, vielen Jahren sehr geschätzten Musiker! Bin schon gespannt auf Chapter II!
| Anspieltipp(s): |
Spring, Rakie Rakie |
| Vergleichbar mit: |
"Ego on the Rocks" mit mehr Elektronik |
|
| Veröffentlicht am: |
4.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
4.10.2007 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Detlev Schmidtchen
Zum Seitenanfang
|