Planet of Man
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Delta Acoustic |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Manfred Schunke |
concept, instruments, electronic effects, environmental sounds |
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| Ed Key |
compositions, vocals, instruments |
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Gastmusiker
| Sparna Shakravati |
Vocals, Tanbura, Harmonium |
| Klaus Schulze |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
formations / the genesis
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17:47
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| 2. |
dawn of an era
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6:35
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| 3. |
countdown / phoenix rising
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25:27
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| Gesamtlaufzeit | 49:49 |
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Rezensionen

Das Album "Planet of Man" der Berliner Formation Code III ist wohl eine der obskursten Obskuritäten die in Deutschland in den 70er Jahren produziert wurden. Dabei ist hier sogar Klaus Schulze mit von der Partie, auf dessen Delta-Acoustic-Label das Album 1974 auch erschienen ist.
Code III war hauptsächlich Manfred Schunke, der sich für (Zitat vom Hüllentext) "concept, instruments, electronic effects, environmental sounds" verantwortlich zeichnet. Eingespielt hat er "Planet of Man" im Duo, zusammen mit einem gewissen Ed Key ("compositions, vocals, instruments"). Dazu kamen noch drei Gäste, darunter - wie schon erwähnt - Klaus Schulze, der für einige rhythmische Figuren im dritten Stück sein Schlagzeug hervorgekramt hatte, und einige Freunde und Verwandte, die den "stone age choir" und den "cosmos choir" dortselbst bildeten.
"Planet of Man" beinhaltet drei lange Nummern, die ein recht eigenartiges Konglomerat an elektronischen Klängen, Gesang, Gesprochenem, allerlei Geräuschen und Tonbandeinspielungen (die "environmental sounds"), krautigem Gerocke (vornehmlich in "Phoenix rising") und folkigem Geklampfe bieten. Das Album wurde damals in Kunstkopf-Stereophonie aufgenommen, was selbst auf dem CD-Reissue noch für einen sehr klaren und transparenten Sound sorgt.
Das Ergebnis ist nicht so einfach zu beschreiben. Schwebend-kosmische Elektronik, zischende, fiepende, dröhnende und wabernde Sounds treffen auf experimentell-dilletantische Klangcollagen, Umweltgeräusche, hallend verfremdete Textrezitationen, psychedelischen Folk, Exotisches (Sitarklänge) und krautig-psychedelischen Rock. Gelegentlich erinnert die Musik an Pink Floyd, an die Musik von "Atom Heart Mother" oder der Studioscheibe von "Ummagumma". Wenn in "formation/the genesis" nach 9 Minuten Elektronikklangdurcheinander von Vogelzwitschern und Meeresrauschen begleitet eine Akustikgitarre einsetzt, klingt das Ganze jedenfalls sehr nach "Granchester Meadows", wobei allerdings eine Blockflöte für eigenen Charakter sorgt. Am besten ist diese Musik aber mit der der Labelkollegen von Sand zu vergleichen, die eine ähnlich seltsame Mischung aus Elektronischem, Folkigem, Rock und Experiment im Angebot hatten.
Das mir vorliegende CD-Reissue von Won-Sin Records trägt zwar den Satz "Licensed by Delta-Acoustic" auf dem CD-Label, doch ist man sich im weltweiten Netz relativ übereinstimmend darüber einig, dass es sich hierbei um ein Bootleg handelt. Es hat in der Tat eine LP Vorlage für die CD-Produktion gedient (wie seltene, leise Knackser verraten), doch tut dies dem durchweg exzellenten, rauscharmen Sound keinen Abbruch.
Wer recht originellen, elektronisch-psychedelischen Krautrock hören möchte, der sollte sich aber trotzdem nach dieser CD umsehen, auch wenn bei der Herstellung derselben vermutlich das Urheberrecht verletzt wurde. Es gibt derzeit (Frühsommer 2008) offenbar kein offizielles CD-Reissue und wenn man 300 Euro für ein LP-Original hinblättern würde, hätten die Musiker auch nichts davon.
Klangabenteurer, die die experimentelle Seite des Krautrocks schätzen, können hier zuschlagen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.6.2008 |
| Letzte Änderung: |
16.7.2008 |
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