Kaipa
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ingemar Bergman |
Drums, percussion, vocals |
| Tomas Eriksson |
Bass, vocals |
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| Hans Lundin |
Keyboards, Glockenspiel, lead vocals |
| Roine Stolt |
Guitars, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Musiken Är Ljuset (Music Is Light)
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7:03
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| 2. |
Saker Har TVA Sidor (Things Have Two Sides)
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4:31
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| 3. |
Ankaret (The Anchor)
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8:38
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| 4. |
Skogspromenad
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3:39
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| 5. |
Allting Har Sin Början
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3:09
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| 6. |
Se Var Morgon Gry (See The Dawn)
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8:52
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| 7. |
Förlorad I Istanbul
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2:22
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| 8. |
Oceaner Föder Liv (Oceans Give Birth To Life)
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9:29
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| Gesamtlaufzeit | 47:43 |
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Rezensionen

Die Anfänge der schwedischen Band Kaipa gehen bis in das Jahr 1973 zurück. Man stammte aus der Universitätsstadt Uppsala und gab sich anfangs den Namen "Ura Kaipa". Dabei handelt es sich um einen schwedischen Häuptling aus der Steinzeit, genauer gesagt um eine Romanfigur eines gewissen schwedischen Schriftstellers Werner von Heidenstam. 1974 kürzte man den Bandnamen auf Kaipa. Nachdem man einige Zeit lediglich als Trio gespielt hatte, sah man sich nach einem Gitarristen um und wurde auf den damals gerade erst 17-jährigen Roine Stolt aufmerksam. 1975 begann man dann mit den Aufnahmen zum titellosen Debütalbum, welches im Dezember 1975 veröffentlicht wurde.
Nach diesen wichtigsten Daten aus dem gewohnt sehr informativen Booklet dieser Musea-Wiederveröffentlichung komme ich jetzt aber endlich zu einer Beschreibung des musikalischen Inhaltes des Erstlingswerkes von Kaipa. Die Band zelebriert auf ihrem Debüt den symphonischen und größtenteils melodischen Progressive Rock. Der Freund der 70er Jahre findet zu diesem Stil einen relativ leichten Zugang. Man war auch nicht so komplex wie Yes oder so kompromisslos wie King Crimson.
Keyboarder Hans Lundin setzt besonders auf seiner Hammond und dem Rhodes Piano musikalische Akzente. Dabei spielt er aber stets gruppendienlich. Er zeichnete sich auch für den Großteil der Kompositionen verantwortlich. Lediglich die beiden letzten Songs stammen aus der Feder von Roine Stolt. Ausserdem übernahm Lundin auch den unauffälligen, aber relativ angenehmen schwedischen Gesang. Die schwedische Sprache klingt zwar ein wenig hart, dennoch vermisse ich im Fall von Kaipa keinesfalls die Wahl der englischen Sprache.
Der herrlich rumpelnde Rickenbacker Bass von Tomas Eriksson lässt die Herzen der Fans des klassischen Progressive Rocks der 70er Jahre höher schlagen. Auch der gute Schlagzeuger Ingemar Bergman (der bekannte schwedische Filmregisseur heisst übrigens Ingmar Bergman!) darf nicht unerwähnt bleiben.Das wunderbar melodische Gitarrenspiel von Roine Stolt gliedert sich optimal in das Gesamtkonzept von Kaipa ein.
Die auf dem vorliegenden Album enthaltenen 9 Titel bieten ausnahmslos hochwertigen und wunderschönen Progressive Rock aus seiner goldenen Ära. Der fein gesponnene Stil von Kaipa weist Melodien von erhabener Schönheit auf. Die Musik ist dabei nicht unbedingt komplex, aber auch keinesfalls banal.
Die Höhepunkte sind der majestätische Opener "Musiken Är Ljuset" und der wunderbare Titel "Se Var Morgon Gry". Die Melodien sind dabei einfach traumhaft und Keyboarder Hans Lundin setzt seinen melancholischen Gesang sehr sparsam und effektvoll ein. Der Rest des Albums steht diesen Höhepunkten aber kaum nach.
Die drei kurzen Instrumentalstücke "Skogspromenad", "Allting Har Sin Början" und "Förlorad I Istanbul" lassen Erinnerungen an die holländischen Focus wach werden. Der von Roine Stolt geschriebene Titel "Oceaner Föder Liv" schliesst das Erstlingswerk von Kaipa ab und ist eine weitere Perle.
Fazit: Das Debüt von Kaipa dürfte eigentlich alle Freunde der melodischen Spielart des Progressive Rocks der 70er Jahre ansprechen. Es überwiegen die elegischen Elemente und komplexe Kabinettstückchen darf man nicht erwarten. Für mich zählen Kaipa dennoch zu den ganz großen Bands der 70er Jahre. Mir sind nur wenige andere Gruppen bekannt, die solch ein feines Gespür für elegante und schöne Melodien besaßen. Leider wird diese hervorragende Band meist nur in einem Nebensatz genannt, wenn von Roine Stolts "Flower Kings" die Rede ist.
| Anspieltipp(s): |
Musiken Är Ljuset, Se Var Morgon Gry, Oceaner Föder Liv |
| Vergleichbar mit: |
ein wenig Camel und Focus |
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| Veröffentlicht am: |
14.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
14.5.2002 |
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Im Jahre 1975 veröffentlichte die schwedische Band Kaipa ihr gleichnamiges Debutalbum. Mit dabei der damals erst 19-jährige Roine Stolt. Die Stücke sind mit zwei Ausnahmen von Hans Lundin geschrieben. Gesungen wurde auf schwedisch, die Einflüsse der frühen 70er Jahre "Giganten" sind deutlich zu hören. So erinnert der Beginn des openers "musiken är ljuset" sehr an Genesis` Trespass. Auch Yes meine ich wiederzuerkennen, wenn auch weniger deutlich. Aber auch die späteren FlowerKings sind schon zu erkennen. Gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, dieses Album. Wer wissen will, worüber Hans Lundin im einzelnen singt, findet im ausführlichen Booklet von MUSEA die englische Übersetzung. Die Platte beginnt sehr stimmungsvoll. Titel 1 ist eine tolle Komposition mit einigen wunderschönen Melodiebögen und Instrumentalparts. "Saker har tva sidor" ist ein rockiges Teil, straight und einfach, welches in der Mitte leider etwas verdudelt wird. "Ankaret" beginnt mit einer fast "Kinderlied"-artigen Melodie, dann einer tollen bassline, es folgt ein wehmütiges Gitarrensolo, Gesang mit Orgel, dann ein schnellerer Mittelteil mit zweitem Gitarrensolo, diesmal uptempo, wieder das Bassthema und schliesslich das Finale. Der "Anker" ist ein abwechslungsreiches Stück mit vielen Ideen. Die Anleihen bei Genesis und Yes sind jedoch nicht zu überhören. Stört aber nicht, macht einfach nur Spass. "Skogspromenad" ist ein schnelleres instrumental mit einem etwas banalen Thema, aber ordentlich verpackt. "Allting har sin början" erinnert mich an Carsten Bohns Hörspielkompositionen aus den 70er- und 80er-Jahren. Wer erinnert sich an die alten ???-Sounds ? Handgemachte, keyboardlastige Instrumentals. Kurze simple Themen mit hohem Ohrwurmcharakter. Was treibt die Phantasie doch manchmal für seltsame Blüten... "Se var morgon gry" ist dann eine etwas schwülstige Nummer, die mich nicht recht überzeugen kann. Der Gesang nervt, zwei, drei gute Ideen werden auf fast 9 Minuten einfach verdudelt. "Förlorad I Istanbul" (composer Stolt) ist ein entfernt orientalisch angehauchtes Instrumental, das etwas holprig daherkommt aber Spass macht. "Oceaner föder liv" (ebenfalls von Stolt) ist ein abwechslungsreicher longtrack (immerhin fast 10 min.). Zum Teil verspielt, zum Teil wieder sehr an die Vorbilder erinnernd. Schliesst das Album würdig ab. Alles in allem ein ordentliches Debutalbum mit einigen wirklich guten Stücken, vielen Anleihen bei frühen 70er Dinos, aber auch einigem Müll. Wer die Flokis, Genesis, Yes und melodischen Progrock mag, wird diese Platte lieben.
| Anspieltipp(s): |
Ankaret, Oceaner Föder Liv |
| Vergleichbar mit: |
Genesis, Yes |
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| Veröffentlicht am: |
18.10.2002 |
| Letzte Änderung: |
1.9.2012 |
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