Metronomicon
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
11.25/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Benjamin Schwenen |
guitar, guitar-synth, programming |
| Sebastian Hoffmann |
bass |
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Gastmusiker
| Cristian Felipe Carvacho |
percussion (3) |
| Jörg Sandner |
piano, synthesizer (7) |
| Mihail Anton |
violin (9) |
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| Florentin Chiran |
violin (9) |
| Winnie Kübart |
viola (9) |
| Ariane Spiegel |
violonello (9) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Deus Ex Machina
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3:30
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| 2. |
Metronomicon
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4:58
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| 3. |
Fuego barbarico
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4:49
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| 4. |
Metis
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5:59
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| 5. |
Quintus
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4:13
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| 6. |
Deep Waters
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6:04
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| 7. |
Digital Dust
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5:13
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| 8. |
Youth
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4:39
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| 9. |
End of the Path
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6:28
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| Gesamtlaufzeit | 45:53 |
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Rezensionen

Das Buch der verwunschenen Rhythmen ? das Metronomicon ? bringen uns Counter-World Experience mit ihrem vierten Studioalbum zu Gehör. Im Booklet kann man die Musiker sehen, wie sie das verwunschene Buch im Wald ausgraben und dann seinem Bann verfallen. Gut, wenn dann anschließend derartige Musik dabei entsteht, dann darf ein bisschen Zauber und Verwünschung durchaus sein.
?Metronomicon? sieht außerdem die Rückkehr des ?Ur?-Bassisten Sebastian Hoffmann, der schon auf dem ersten Album die tiefen Töne anschlug. Gitarre, Effekte und Schlagzeug werden natürlich wieder von Benjamin Schwenen und Thorsten Harnitz bedient. Neu sind die Gastmusiker, die auf drei Tracks das CWE-Trio ergänzen und im Falle von Jörg Sandner (früher mal ein führender Kopf bei Weltpinguintag) sogar einen Titel schreiben durften.
?Jazz-Metal par excellence?, so rühren Counter-World Experience immer noch die Werbetrommel für sich. Nun, auf ?Metronomicon? haben sie sich davon weiter denn je entfernt. Jazz ist allenfalls noch in gelegentlichen Ausflügen der Rhythmussektion, im ruhigen ?Deep Waters? mit seinen melodischen Bass-Linien und vielleicht als eine Art ?Organisationsprinzip? der Bandinteraktion, um traditionelle Rockstrukturen zu vermeiden, spürbar. Ansonsten ist das Album von komplexem, verspieltem Progmetal mit Mathrock-Einflüssen dominiert. Schwenens brachiale Riffs und wilde Solo-Läufe treffen auf Harnitz kraftvolles Drumming und Hoffmanns fette Basslinien. Vertrackte Achterbahnfahrten zwischen metallischen Explosionen und verspielten Klangexkursionen sind das Ergebnis. ?Metronomicon? ist also ein ganzes Stück härter und düsterer ausgefallen, als die bisherigen Werke der Wahl-Berliner.
Neben einigen kreativen Effekten vom Gitarren-Synthesizer, die Schwenen einstreut, könnte sich die Integration von Gastmusikern für die Weiterentwicklung des CWE-Sounds als gute Idee erweisen. Flamenco-Percussion, die dann auch von der Gitarre aufgegriffen wird, in ?Fuego barbarico? zeigt schon mal, wie das gehen kann. Auch die Piano- und Synthie-Elemente in ?Digital Dust?, der Fremdkomposition von Jörg Sandner, kommen gut. Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, wenn Sandner ein festes Mitglied bei Counter-World Experience werden würde. Das Streichquartett hat in ?End of the Path? eher einen kurzen Auftritt wie ein andersartiges Gitarrensolo. Auch mal eine Idee, wirkt aber noch etwas aufgesetzt. Daneben haben aber CWE selbst einige neue Ideen und Gimmicks, von denen das auffälligste sicherlich die Techno-Percussion zu Beginn von ?Youth? ist.
Counter-World Experience schließen mit ?Metronomicon? nahtlos an die hohe Qualität ihrer bisherigen Outputs an und liefern wieder ein Pflichtwerk für Freunde des komplexen Instrumental-Progmetals mit Jazz-Einflüssen ab.
| Anspieltipp(s): |
eigentlich taugt alles... auf MySpace gibt es "Deus Ex Machina", "Metronomicon", "Fuego Barbarico" und "Deep Waters" zu hören |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.4.2009 |
| Letzte Änderung: |
11.4.2009 |
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Die Musiker von Counter World Experience unterbrechen ihren knallharten Power-Trio-Progmetal wiederholt zugunsten von unerwarteten Einflüssen und Mitstreitern.
Seien es die beseelte Frauenstimme in "Deus ex machina", Streicher-Ensemble in "End of the path" oder technoide Rhythmen als Teil von "Youth". Es wäre natürlich noch origineller solche Elemente stärker und nicht nur als überwiegend kurze Intermezzos oder Farbtupfer mit einzubeziehen.
Aber so etwas können CWE ansatzweise auch, wie die kubanischen Rhythmen von "Fuego barbarico" oder die Wandlung zum lyrischen Prog Fusion-Trio am Anfang von "Deep Waters" belegen. In "Digital dust" findet zudem ein kreatives Zusammenspiel von Tasteninstrumenten und Gitarre statt. Ja, es wäre nicht schlecht, wenn dieser Keyboarder öfters bei den Herren gastieren könnte.
Dem Hörer wird aber nicht nur Ungewohntes zuteil. Hin und wieder musizieren die Drei auch ohne sonderlich auffallende Originalität zu entwickeln. Damit meine ich vor allem die glücklicherweise seltenen Double-Bass-Drum-Attacken, die in Metal wahrlich oft genug zu hören sind. Teile von "Quintus" könnten auch von Metallica oder Dream Theater stammen, wobei ich die beiden Bands sehr schätze.
Auf jeden Fall wird durchgehend instrumentale Musik eines virtuosen Trios präsentiert, das von einer vielseitigen und energetischen Leadgitarre (von Metal bis Fusion und dann wieder zurück) geführt wird.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.4.2009 |
| Letzte Änderung: |
23.4.2009 |
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Nun streben auch Counter-World Experience mit voller Wucht in die vorderen Reihen der internationalen Progressive-Metal-Szene. Das Trio um Gitarrist Benjamin Schwenen hat mit »Metronomicon« ein Album veröffentlicht, das im Hinblick auf die bisherige, drei CDs umfassende Diskographie tatsächlich neue Maßstäbe setzt. Die Aura einer Nachwuchsband, die beim letzten Studioalbum nicht gänzlich abgestreift werden konnte, hat sich nun vollständig verflüchtigt. Mit einer Professionalität, die den Vergleich mit den bekannteren Musikproduktionen gewiss nicht scheuen muss, zeigt uns dass neue Album, dass Progmetal aus deutschen Landen hohen Ansprüchen genügen kann. Insbesondere Schlagzeuger Thorsten Harnitz hat sich angesichts seiner technisch-perfektionistischen Souveränität einen zentralen Platz in der Band erarbeitet (auch wenn seine streckenweise knochenharte Spielweise nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte). Es ist in höchstem Maße anerkennenswert, dass die drei jungen Musiker offensichtlich keine Mühen (und möglicherweise auch Kosten) gescheut haben, damit andere musikbegeisterte Menschen an ihrer Kreativität und Spielfreude teilhaben können.
Die CWE-typischen elektronischen Spielereien begegnen uns erwartungsgemäß auch bei »Metronomicon«, auch wenn deren kompositorische Bedeutung nach Meinung des Verfassers immer noch zu bescheiden ausfällt. Der Beitrag von Jörg Sandner bei ?Digital Dust? fällt vor diesem Hintergrund noch wertvoller aus. Man kann sich den Anmerkungen von Thomas Kohlruß und Siggy Zielinski nur anschließen und das CWE-Trio ermuntern, den vielen kleinen Farbtupfern, welcher Provenienz auch immer, einen breiteren Raum zur Verfügung zu stellen.
Im Zentrum des Geschehens agiert (um nicht zu sagen: wütet) ohne Zweifel die E-Gitarre, die recht oft die rhetorische Frage hinauszubrüllen scheint: Wohin bloß mit meiner ganzen Energie?! Wie passend, dass Schlagzeuger und Bassist dem spieltechnischen Kraftpaket Schwenen souverän Paroli bieten können und dies auch jederzeit tun. Einige Momente auf dem Album sind wirklich starker Tobak. Mit dem schönen Stück ?Deep Waters? zeigen die Musiker jedoch, dass sie sich auch in ruhigeren Gefilden überzeugend auszudrücken wissen. Erfreulich ist insofern, dass das Bassspiel beim abschließenden Abmischen der CD nicht kurzerhand soundtechnisch exekutiert wurde. Ein besonderes Vergnügen bietet dem Hörer übrigens das dritte Stück mit dem Titel ?Fuego barbárico?, das der Stilbezeichnung Fusion eine weitere Perspektive eröffnet. Das CD-Artwork bietet zudem ein weiteres, optisches Schmankerl. Es wurde mit viel Liebe zum Detail entworfen und hat deshalb eine gesonderte Erwähnung verdient. Um so trauriger erweist sich der Umstand, dass man die heranwachsende mp3-Generation mit derlei Hinweisen kaum noch locken kann, schade.
Kurzum: Wer meint, alle wichtigen Prog-CDs des laufenden Jahres 2009 kennen zu müssen, wird an »Metronomicon« selbstverständlich nicht vorbeikommen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Herren Schwenen, Harnitz & Hoffmann die Titelei des letzten Stückes nicht allzu wörtlich nehmen. Wie sagt man so schön unverblümt: »Da geht noch was!«
| Anspieltipp(s): |
Fuego barbárico, Deep Waters, Digital Dust |
| Vergleichbar mit: |
Blotted Science (in den härteren Phasen) |
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| Veröffentlicht am: |
3.5.2009 |
| Letzte Änderung: |
17.2.2010 |
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Die Kollegen haben dieses Album schon detailliert beschrieben, so dass ich es bei einer kurzen Anmerkung belassen möchte.
Keine Frage, Counter-World Experience bieten abwechslungsreiche Musik, die auf wunderbare Weise Härte und Vertracktheit kombiniert. Auch wird der vorherrschende progmetallische Sound immer wieder von anderen, unerwarteten Einflüssen - Latin, Neo-Klassisches, gar Techno - ergänzt. Nur: muss die Gitarre praktisch permanent in den "Böse-Grummel-Modus" geschaltet sein? Das ist nicht nur wesentlich weniger originell als die Musik selbst, sondern ermüdet das Gehör auf Dauer doch etwas.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.5.2009 |
| Letzte Änderung: |
19.5.2009 |
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