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Horst Straske
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23386 Rezensionen zu 15976 Alben von 6204 Bands.
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Horst Straske



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Zu allen 664 Album-Rezensionen, 1 Lesestoff-Rezensionen von Horst Straske

Vorstellung

Selbstbeschreibung


Als ich am 04.12.1970 in Frankfurt am Main das Licht der Welt erblickte, steckte der Progressive Rock noch in seinen Kinderschuhen und es standen noch hervorragende Werke bevor. Altersbedingt blieb mir der heute so heiß geliebte 70er Jahre Prog damals verschlossen. Lediglich Ilja Richters Sendung "Disco" und die Hitparade mit Dieter-Thomas Heck habe ich im frühen Schulalter mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. So war eine Single mit dem Schlumpflied mein allererster Tonträger. Im frühen Teeniealter wurde dann die HR 3 Hitparade mit Werner Reinke mit großem Interesse verfolgt und es begann eine wilde Jagd auf die damaligen Hits, die dann möglichst ohne irgendwelche Unterbrechungen durch den Moderator auf Kassette gebannt werden sollten. Erst um das Jahr 1984 herum entdeckte ich Bands wie Saga, Marillion usw. Auch der britische Hardrock von Interpreten wie Deep Purple, Uriah Heep, Whitesnake und Rainbow hatte es mir angetan. Dann kam noch Metal von Bands wie Iron Maiden, Saxon und Judas Priest hinzu. Schließlich gab es auch die erste Berührung mit Genesis und Yes, wobei sich das Interesse jedoch auf die damals aktuellen mainstreamigen Werke beschränkte. Somit blieb mir die eigentliche progressive Rockmusik bis zum Alter von rund 18 Jahren völlig verschlossen. Erst in den späten 80er Jahren hörte ich mal rein zufällig in Alben wie "Close To The Edge" und "Foxtrot" hinein. Nach anfänglicher Reserviertheit bezüglich dieser ungewohnten Klänge begann für diesen Stil eine stetig wachsende Begeisterung aufzukeimen. Nach der Entdeckung der mir zuvor noch unbekannten Insider-Progzene begann ich immer tiefer darin zu versinken. ;-)

All Time Top 10


1. Genesis - Selling England By The Pound

Dieses Album muss bei mir einfach wohl für immer und ewig an erster Stelle stehen, obwohl es mir meist schwer fällt, mich gegen das qualitativ ebenbürtige Vorgängeralbum "Foxtrot" zu entscheiden. Die mich immer wieder verzaubernden Klänge solch einer symphonischen Perle wie "Cinema Show" sind aber letztendlich immer wieder ausschlaggebend, mich für dieses Album zu entscheiden. Bis vor kurzem war für mich nahezu unvorstellbar, dass es auch Prog-Fans gibt, welche die klassischen Genesis nicht zu ihren Favoriten zählen.

2. Neuschwanstein - Battlement

Was, eine Band, die Genesis gnadenlos kopiert hat, liegt bei diesem Typen bereits auf Platz zwei seiner Beliebtheitsskala?! Ist der Kerl denn noch zu retten? Diesen Einwänden habe ich entgegenzusetzen, dass es mich überhaupt nicht stört, wenn eine unbekanntere Band sich stilistisch an ein großes Vorbild anlehnt. Diese Formation aus dem Saarland hat mir ihrem leider einzigen Album ein Meisterwerk des symphonischen Progs hervorgebracht. Die Qualität der Songs ist einfach traumhaft und zu keinem Zeitpunkt wurde ein Genesis-Song direkt kopiert.

3. Pulsar - Halloween

Dieser französischen Band ist mit dem Konzeptalbum "Halloween" ein Meisterwerk des symphonischen Progressive Rocks gelungen. Es werden einfach traumhafte Klanglandschaften geboten, die einfach nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Dieser Mixtur aus romantischer Wärme und unterschwelliger Dramatik kann ich mich kaum entziehen. In meinen Augen ein Jahrhundertwerk!

4. Locanda Delle Fate - Forse Le Lucciole Non Si Amano Piu

Nach dem Abebben der kurzen Hochphase des italienischen Progressive Rocks zu Beginn der 70er Jahre brachte diese aus dem Piemont stammende Formation mit einiger Verspätung 1978 ein Meisterwerk der symphonischen Rockmusik heraus. Hier reiht sich eine Perle an die andere. Dabei verstanden es die Italiener traumhafte Melodien von wahrhaft erhabener Natur zu kreieren, ohne dabei auch nur ansatzweise in kitschige Gefilde abzudriften. Diesem einfach ergreifenden Wohlklang kann ich mich kaum entziehen. Einfach herrlich!

5. Le Orme - Felona E Sorona

Mit diesem Konzeptalbum ist dem italienischen Trio Le Orme eine hervorragende Definition des keyboardlastigen Progs der 70er gelungen. Dabei harmoniert der analoge Tasten-Bombast wunderbar mit der romantischen und mediterranen Ader der Band. Somit zieht mich sowohl der Keyboard-Pomp als auch die ungekünstelte Wärme des Sounds der Italiener in den Bann.

6. Kansas - Leftoverture

Mit dem eingängigen "Carry On Wayward Son" enthält dieses Meisterwerk der Amerikaner einen wahren Evergreen, der aber nur ein Teil der großen Bandbreite der Band darstellt. Auf "Leftoverture" ist die mitreißende Mixtur aus kernigem Rock, weit ausladendem Bombast und typischen Prog-Elementen perfekt gelungen. Über den genialen Gesang von Steve Walsh und die Songwriter-Qualitäten eines Kerry Livgrens brauchen wahrlich keine Worte mehr verloren werden. Der pompöse Rock der Mannen aus dem mittleren Westen der USA begleitet mich nun schon seit meiner frühesten Teenagerzeit.

7. Renaissance - Sheherazade And Other Stories

Annie Haslam ist mit ihrem glockenklaren Gesang einfach die Gesangesgöttin schlechthin und lässt mich jedes Mal wieder dahin schmelzen. Auf kaum eine andere Band ist das Prädikat des symphonischen Rock zutreffender als im Fall von Renaissance. Auf "Sheherazade And Other Stories" ist der von klassischen und orchestralen Elementen durchsetzte Sound der Briten einfach vollkommen. Ja, über alledem thront dann diese Wahnsinnsstimme!

8. Pallas - The Sentinel

Auch der vielfach verschmähte britische Neoprog darf in meinen Top 10 natürlich nicht fehlen. Die Schotten Pallas haben mit ihrem Debüt eines der bis zum heutigen Tag glanzvollsten Alben aus diesem Genre abgeliefert. Der bombastische Sound der Briten ist ein Paradebeispiel für die Verschmelzung des klassischen Progressive Rocks der 70er Jahre mit härteren Rockelementen. Hier liegt ohne jeden Zweifel der beste Beweis für die Kreativität des britischen Neoprogs vor. Freunde des druckvollen und rockigen Bombast-Sounds kommen einfach an den Alben von Pallas nicht vorbei.

9. Magellan - Impending Ascension

Die Kalifornier um Mastermind Trent Gardner haben auf ihrem zweiten Alben den hardrockigen und druckvollen Progressive Rock wahrhaftig auf die Spitze getrieben. Die Verquickung des klassischen Yes-Sounds mit Heavy-Elementen ist überaus mitreißend. Selbstverständlich ist der Sound von Magellan sehr technisch orientiert und der Bombast bzw. die Ideenvielfalt stellenweise erschlagend. Da wird dem Hörer kaum eine Ruhepause gegönnt. Ja, gerade aus diesem Grund liebe ich Magellan so sehr!

10. Yes - Close To The Edge

Auf kaum einer anderen Yes-Platte kommen für meine Begriffe die typischen Merkmale des Sounds der Engländer derart effektvoll zur Geltung. Der hohe Gesang von Jon Anderson glänzt mit Wärme und Atmosphäre. Der Keyboardbombast eines Rick Wakemanns entführt den Hörer insbesondere im fantastischen Titelsong in die Weiten des symphonischen Progressive Rocks der 70er Jahre. Das virtuose Gitarrenspiel von Steve Howe ist einfach perfekt und prägt den klassischen Yes-Sound. Der geniale pumpende Bass von Chris Squire und das variable Schlagzeugspiel solch eines Könners wie Bill Bruford runden diese glanzvolle Leistung ab.


Diese Aufzählung ließe sich noch beliebig weiter fortsetzen, aber ich möchte mich auf zehn Alben beschränken. In Kurzform jetzt noch einige Bands, die auch zu meinen absoluten Favoriten zählen: The Flower Kings, Stern-Combo Meissen, ELP, Triumvirat, Saga, Dream Theater, Led Zeppelin, Uriah Heep, Babylon, Happy The Man, Starcastle, PFM, Quidam, SBB, Solaris, Ange, Mona Lisa, Änglagård, Sinkadus, Anekdoten, IQ, Clepsydra, Finch, Anyone´s Daughter, Fruupp usw.

Auch diese Liste wäre beliebig erweiterbar. Insbesondere die 70er Jahre haben unendlich viele tolle Bands hervorgebracht, denen damals kein Erfolg beschieden war. Gerade die CD-Wiederveröffentlichungen solcher Perlen, die im Laufe der Jahre zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, können bei mir oftmals wahre Begeisterungsstürme hervorrufen.


Statistik

Lesestoff-Rezensionen:1
Glossar-Beiträge:0
 
Band-Bemerkungen:131
Album-Rezensionen:664
Davon mit Wertung:662
Durchschnittswertung:9.9 (Alle Rezensenten: 9.88)

Wertungsverteilung


23%
Wertung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 keine
Anzahl 2 8 9 6 7 22 48 52 63 136 155 91 46 13 4 2

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